The National Times - Kein Zuschuss für Netzentgelte: Stromkosten steigen 2024 noch stärker

Kein Zuschuss für Netzentgelte: Stromkosten steigen 2024 noch stärker


Kein Zuschuss für Netzentgelte: Stromkosten steigen 2024 noch stärker
Kein Zuschuss für Netzentgelte: Stromkosten steigen 2024 noch stärker / Foto: © AFP

Die Stromkosten steigen zum Jahreswechsel noch stärker als zunächst gedacht. Die vier Übertragungsnetzbetreiber Amprion, Tennet, Transnet und 50Hertz teilten am Mittwoch mit, die Netzentgelte kletterten 2024 auf mehr als das Doppelte - von 3,12 Cent pro Kilowattstunde in diesem Jahr auf 6,43 Cent im nächsten Jahr. Grund ist, dass ein von der Bundesregierung zunächst zugesagter Zuschuss von 5,5 Milliarden Euro nun doch nicht fließen wird.

Textgröße ändern:

"Ausschlaggebend für die Höhe der Netzentgelte sind die weiterhin hohen Kosten für Systemdienstleistungen als Folge der Preissteigerungen auf den Energiemärkten", erklärten die vier Unternehmen. Diese Mehrkosten hatte die Bundesregierung mit dem Zuschuss abfedern wollen. Die 5,5 Milliarden sollten aber aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) kommen, den die Bundesregierung im Zuge der Krise wegen des Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichts auflösen musste.

Bei der Haushaltseinigung der Ampel-Spitzen in der Nacht zum Mittwoch wurde keine Lösung für eine alternative Finanzierung der Stromsubvention gefunden. Es werde keinen Zuschuss geben, erklärten die Übertragungsnetzbetreiber. Infolgedessen müssten sie "die Netzentgelte für 2024 entsprechend anpassen". Die Vergleichsportale Check24 und Verivox rechnen mit zusätzlichen Kosten für einen Musterhaushalt mit einem Stromverbrauch von 4000 bis 5000 Kilowattstunden von über 100 Euro im Jahr.

Auch Unternehmen sind betroffen. "Damit drohen der Wirtschaft in der gesamten Breite zum Jahreswechsel deutlich steigende Strompreise - und das von einem bereits sehr hohen Niveau aus", erklärte der Präsident der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Peter Adrian. Er hoffe auf die weiteren Beratung der Bundesregierung und im Bundestag, um dies "noch 'mal zu korrigieren".

Darüber hinaus einigte sich die Ampel-Regierung auf eine Anhebung des CO2-Preises auf 45 Euro pro Tonne statt der bislang vorgesehenen 40 Euro, wodurch unter anderem die Gaskosten steigen. Die Mehrkosten für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas bezifferte Check24 nun auf netto 60 Euro im Jahr - bei einem CO2-Preis von 40 Euro wären es demnach 40 Euro gewesen.

D.Cook--TNT

Empfohlen

KI: China "respektiert" Trumps Wortwahl "Superintelligenz"

Die chinesische Regierung "respektiert" nach eigenen Angaben die Wortwahl von US-Präsident Donald Trump, der statt "Künstlicher Intelligenz" künftig den Ausdruck "Superintelligenz" verwenden will. Peking messe der Übernahme des Begriffs durch Trump "Bedeutung bei", erklärte das chinesische Außenministerium am Samstag. Alle Parteien sollten im KI-Bereich den "Austausch verstärken" und "nach einem Konsens suchen".

Verkehrsminister Bilger unzufrieden mit Sanierungstempo der Bahn

Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) ist unzufrieden mit dem Sanierungstempo der Bahn. "Mit der bisherigen Umsetzung der Korridorsanierungen – dem Modernisieren von Gleisen, Weichen, Bahn- und Sicherheitstechnik – bin ich überhaupt nicht zufrieden", sagte Bilger dem "Spiegel". "Man kann niemandem erklären, warum Pendlerstrecken so lange gesperrt werden und die Situation danach noch immer nicht besser ist."

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch millionenschweren Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag angesetzten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar (umgerechnet 88 Millionen Euro) zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

OpenAI: Von Nutzern hochgeladene Bilder landen irrtümlich auf externen Internetseiten

KI-Agenten des ChatGPT-Entwicklers OpenAI haben nach Angaben des Unternehmens 53 Bilder aus Nutzerkonten irrtümlich ins Netz gestellt. Die Bilder seien ohne Wissen des Unternehmens auf externen Internetseiten veröffentlicht worden, teilte OpenAI am Freitag mit. Die Links seien nicht öffentlich aufgelistet gewesen.

Textgröße ändern: