The National Times - Bahnstreik: Lokführer legen ab Donnerstagabend ihre Arbeit nieder

Bahnstreik: Lokführer legen ab Donnerstagabend ihre Arbeit nieder


Bahnstreik: Lokführer legen ab Donnerstagabend ihre Arbeit nieder
Bahnstreik: Lokführer legen ab Donnerstagabend ihre Arbeit nieder / Foto: © AFP/Archiv

Die Lokführergewerkschaft GDL hat ihre Mitglieder erneut zu einem Warnstreik bei der Deutschen Bahn (DB) und weiteren Eisenbahnunternehmen aufgerufen. Ab Donnerstagabend wollen die Lokführer für 24 Stunden lang ihre Arbeit niederlegen. Demnach beginnt der Ausstand um 18.00 Uhr für den Güterverkehr und um 22.00 Uhr für den Personenverkehr. Das Ende ist für Freitag um 22 Uhr vorgesehen. Laut GDL-Chef Claus Weselsky ist es der letzte Streik in diesem Jahr.

Textgröße ändern:

Neben der Deutschen Bahn werden nach GDL-Angaben die Unternehmen Transdev, der AKN Eisenbahn, City-Bahn Chemnitz und acht Personaldienstleister bestreikt. Die Verhandlungen mit Transdev, das in mehreren Bundesländern Regionalstrecken betreibt, hatte die Gewerkschaft kurz zuvor für gescheitert erklärt, die Verhandlungen mit der Deutschen Bahn bereits vor knapp zwei Wochen.

Die Deutsche Bahn warf der Lokführergewerkschaft vor, verantwortungslos zu sein. Die GDL vermiese Millionen unbeteiligten Menschen das zweite Adventswochenende, erklärte Bahn-Personalvorstand Martin Seiler. Ein Streik so kurz nach dem Wintereinbruch und so kurz vor dem Fahrplanwechsel sei "verantwortungslos und egoistisch". Anstatt zu verhandeln, streike die Gewerkschaft "für unerfüllbare Forderungen. Das ist absolut unnötig", fügte Seiler hinzu.

Für die Zeit des Streiks geht die Deutsche Bahn eigenen Angaben zufolge von "massiven Auswirkungen" für die Fahrgäste aus. Das Unternehmen kündigte an, die Kunden so schnell und umfassend wie möglich zu informieren.

Laut GDL-Chef Weselsky ist der nun bevorstehende Streik die letzte Aktion seiner Gewerkschaft in diesem Jahr. "Wir werden diese Streikaktion am Donnerstag und Freitag durchführen und es ist für dieses Jahr die letzte", sagte Weselsky am Mittwoch bei MDR-"Aktuell". Auch bis zum 7. Januar werde es keinen weiteren Arbeitskampf geben, betonte der Gewerkschaftsvorsitzende.

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von derzeit 38 Stunden auf 35 Stunden bei vollem Lohnausgleich. Die Bahn lehnte dies angesichts des Fachkräftemangels als nicht machbar ab. "Damit ignorieren die Unternehmen nicht nur die berechtigten Bedürfnisse der eigenen Beschäftigten", erklärte GDL-Chef Weselsky. "Sie torpedieren zudem die dringend nötigen Maßnahmen zu einer erfolgreichen Personalgewinnung."

Die Gewerkschaft fordert außerdem bei einem Jahr Laufzeit 555 Euro mehr Lohn und 3000 Euro Inflationsprämie. Die Bahn hat bislang ein Angebot unterbreitet, das elf Prozent mehr Lohn und eine Inflationsprämie von bis zu 2850 Euro vorsieht - gestreckt auf eine Laufzeit von 32 Monaten. Parallel läuft derzeit noch eine Urabstimmung der GDL-Mitglieder über häufigere und längere Arbeitskämpfe. Die Auszählung soll laut GDL-Chef Weselsky noch vor Weihnachten erfolgen.

"Wir sind zu jeder Zeit und an jedem Ort verhandlungsbereit", betonte DB-Personalvorstand Seiler am Mittwoch. "Es gäbe so viel zu tun: Endlich die Weihnachtsfrage klären, unser 11‑Prozent-Angebot ausgestalten und an Lösungen für Mitarbeitende und Kunden arbeiten."

R.Campbell--TNT

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch millionenschweren Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag angesetzten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar (umgerechnet 88 Millionen Euro) zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

OpenAI: Von Nutzern hochgeladene Bilder landen irrtümlich auf externen Internetseiten

KI-Agenten des ChatGPT-Entwicklers OpenAI haben nach Angaben des Unternehmens 53 Bilder aus Nutzerkonten irrtümlich ins Netz gestellt. Die Bilder seien ohne Wissen des Unternehmens auf externen Internetseiten veröffentlicht worden, teilte OpenAI am Freitag mit. Die Links seien nicht öffentlich aufgelistet gewesen.

Bericht: Experten erwarten Rentenplus von bis zu 4,7 Prozent

Die Renten in Deutschland könnten einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr um deutlich mehr als vier Prozent steigen. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet mit einem Plus von 4,7 Prozent zum 1. Juli 2027, wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtete.

Alex Bodi und Prof. Dr. Dieter Lazik schließen Vertrag für ALPHA WHEY und BODI Energydrink

Alex Bodi setzt beim Aufbau von ALPHA WHEY und BODI Energydrink auf wissenschaftliche Zusammenarbeit und internationale Partnerschaften. Eine zentrale Rolle übernimmt nach Angaben der Projektverantwortlichen ein deutscher, international agierender Mischkonzern: Die Unternehmensgruppe beteiligt sich finanziell an dem Vorhaben und blickt auf eine 30-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

Textgröße ändern: