The National Times - Zugang zu Kitaplätzen: Kinder aus armutsgefährdeten Familien im Nachteil

Zugang zu Kitaplätzen: Kinder aus armutsgefährdeten Familien im Nachteil


Zugang zu Kitaplätzen: Kinder aus armutsgefährdeten Familien im Nachteil
Zugang zu Kitaplätzen: Kinder aus armutsgefährdeten Familien im Nachteil / Foto: © AFP/Archiv

In Deutschland gibt es nach wie vor große Ungleichheiten beim Zugang zu Kitaplätzen. Kinder aus armutsgefährdeten Familien, Nicht-Akademiker-Haushalten und Familien mit Migrationshintergrund besuchen deutlich seltener eine Betreuungseinrichtung, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung zeigt. Die Unterschiede sind bei Kindern im Alter von zwei und drei Jahren am größten, zeigen sich aber teilweise bis zum Schuleintritt.

Textgröße ändern:

Insgesamt nutzen fünf von zehn Kindern im Alter zwischen einem und unter drei Jahren einen Kitaplatz. In armutsgefährdeten Familien sind es mit 26 Prozent nur halb so viele, wie die von der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung in Berlin vorgestellte Studie zeigt. In Familien, die überwiegend kein Deutsch sprechen, haben nur drei von zehn Kindern einen Kitaplatz, in Familien ohne akademischen Hintergrund vier von zehn Kindern.

Diese Lücken sind der Studie zufolge kaum auf einen geringeren Bedarf zurückzuführen. Vielmehr werde der Bedarf dieser Familien, deren Kinder besonders von einem Kitabesuch profitieren könnten, seltener gedeckt. Dadurch verringerten sich die Bildungschancen dieser Kinder.

61 Prozent der Familien mit ungedecktem Bedarf geben demnach an, dass sie eine Kita bei einem Platzangebot auch nutzen würden. Mit 54 Prozent hätte mehr als die Hälfte einen Platz genommen, wenn er kostenlos gewesen wäre. Zudem geben 45 Prozent der Familien mit ungedecktem Betreuungsbedarf an, dass die Betreuungszeiten passender sein müssten.

Für 43 Prozent müsste die Kita näher liegen. 35 Prozent geben an, dass die Kitagruppen kleiner sein müssten, für 17 Prozent wären mehrsprachige Erzieherinnen eine Voraussetzung. Die Studie zeigt aber auch, dass Familien zum Teil den Nutzen eines Kitaplatzes weniger sehen oder Informationen fehlen.

Ohne Kitaplatz arbeiten die Mütter oft auch nicht. Würden alle Betreuungswünsche erfüllt, könnte die Erwerbsquote von Müttern mit ein- bis unter dreijährigen Kindern den Berechnungen zufolge von 61 auf bis zu 72 Prozent steigen. Bei Müttern aus Familien, die armutsgefährdet sind oder in denen zu Hause kein Deutsch gesprochen wird, würde der Anstieg der Erwerbsquote noch höher ausfallen.

T.Ward--TNT

Empfohlen

OpenAI: Von Nutzern hochgeladene Bilder landen irrtümlich auf externen Internetseiten

KI-Agenten des ChatGPT-Entwicklers OpenAI haben nach Angaben des Unternehmens 53 Bilder aus Nutzerkonten irrtümlich ins Netz gestellt. Die Bilder seien ohne Wissen des Unternehmens auf externen Internetseiten veröffentlicht worden, teilte OpenAI am Freitag mit. Die Links seien nicht öffentlich aufgelistet gewesen.

Bericht: Experten erwarten Rentenplus von bis zu 4,7 Prozent

Die Renten in Deutschland könnten einem Medienbericht zufolge im kommenden Jahr um deutlich mehr als vier Prozent steigen. Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) rechnet mit einem Plus von 4,7 Prozent zum 1. Juli 2027, wie die "Bild"-Zeitung am Samstag berichtete.

Alex Bodi und Prof. Dr. Dieter Lazik schließen Vertrag für ALPHA WHEY und BODI Energydrink

Alex Bodi setzt beim Aufbau von ALPHA WHEY und BODI Energydrink auf wissenschaftliche Zusammenarbeit und internationale Partnerschaften. Eine zentrale Rolle übernimmt nach Angaben der Projektverantwortlichen ein deutscher, international agierender Mischkonzern: Die Unternehmensgruppe beteiligt sich finanziell an dem Vorhaben und blickt auf eine 30-jährige Erfolgsgeschichte zurück.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien einstimmig verurteilt. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Textgröße ändern: