The National Times - Siemens Energy mit 4,59 Milliarden Euro Verlust wegen Problemen im Windgeschäft

Siemens Energy mit 4,59 Milliarden Euro Verlust wegen Problemen im Windgeschäft


Siemens Energy mit 4,59 Milliarden Euro Verlust wegen Problemen im Windgeschäft
Siemens Energy mit 4,59 Milliarden Euro Verlust wegen Problemen im Windgeschäft / Foto: © AFP

Der Anlagenbauer Siemens Energy hat in seinem vergangenen Geschäftsjahr einen Verlust von 4,59 Milliarden Euro verzeichnet. Grund dafür seien Probleme bei der Windenergietochter Siemens Gamesa, erklärte der Münchener Konzern am Mittwoch. "Alle Geschäftseinheiten mit Ausnahme von Siemens Gamesa" hätten zu einem soliden Umsatzwachstum um 9,9 Prozent auf 31,1 Milliarden beigetragen.

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Als Schwierigkeiten bei Gamesa nannte Siemens Energy "Belastungen durch Qualitätsprobleme im Onshore-Geschäft, gestiegene Produktkosten und Anlaufschwierigkeiten im Offshore-Geschäft". Dies werde "die Profitabilität des Konzerns kurz- bis mittelfristig weiter belasten". Siemens Gamesa könnte demnach ab dem Geschäftsjahr 2026 wieder schwarze Zahlen schreiben.

Die anderen Bereiche des Konzern entwickelten sich den Angaben zufolge jedoch gut. Der Auftragseingang legte um 33,8 Prozent auf 50,4 Milliarden Euro zu und der Auftragsbestand erreichte einen neuen Rekordwert von 112 Milliarden Euro, wie Siemens Energy ausführte.

"Die Geschäftsbereiche, mit Ausnahme des Windgeschäfts, haben ihre Gesamtjahresziele erreicht oder übertroffen", erklärte Konzern-Chef Christian Bruch. "Zudem sehen wir auch Fortschritte bei der Bewältigung der Probleme von Siemens Gamesa."

Wegen der finanziellen Probleme des Energiekonzerns hat die Bundesregierung staatliche Unterstützung angekündigt. Einer am Dienstag bekannt gegebenen Einigung zufolge erhält das Unternehmen eine Garantielinie in Höhe von insgesamt 15 Milliarden Euro, von denen 7,5 Milliarden Euro durch den Bund abgesichert werden.

Demnach übernimmt auch der ehemalige Mutterkonzern Siemens AG die Absicherung von einer Milliarde Euro, wobei es sich um eine "Erstverlusttranche" handle, die im Schadensfall "vorrangig herangezogen" werde, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium. Die Siemens AG hatte Siemens Energy 2020 abgespalten, hält aber weiterhin einen Anteil von 25,1 Prozent.

Die Bundesregierung hatte als Bedingung für ihre Hilfe weiteres Engagement des Siemens-Konzerns für seine ehemalige Tochterfirma gefordert. Vor diesem Hintergrund beabsichtige die Siemens AG, Anteile am gemeinsam mit Siemens Energy gehaltenen Indien-Geschäft für 2,1 Milliarden Euro zu erwerben, erklärte Siemens Energy nun.

W.Phillips--TNT

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