The National Times - Zusammenstoß zwischen Frachtern in der Nordsee: Suche nach mehreren Vermissten

Zusammenstoß zwischen Frachtern in der Nordsee: Suche nach mehreren Vermissten


Zusammenstoß zwischen Frachtern in der Nordsee: Suche nach mehreren Vermissten
Zusammenstoß zwischen Frachtern in der Nordsee: Suche nach mehreren Vermissten / Foto: © Die Seenotretter - DGzRS/AFP/Archiv

Nach der Kollision von zwei Frachtschiffen in der Nordsee vor Helgoland ist eine großangelegte Suchaktion nach mehreren Vermissten angelaufen. Einer der Frachter sei nach dem Unglück am Dienstagmorgen gesunken, teilte das Havariekommando des Bundes und der Küstenländer in Cuxhaven mit. Laut Deutscher Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) waren sieben Besatzungsmitglieder an Bord dieses Schiffes, ein Mensch wurde aus dem Wasser gerettet.

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Die Frachtschiffe "Polesie" und "Verity" stießen nach Angaben des Havariekommandos am Dienstagmorgen gegen 5.00 Uhr in der Deutschen Bucht, etwa 22 Kilometer südwestlich der Insel Helgoland, zusammen. Das Havariekommando ging davon aus, dass die "Verity" gesunken ist. Ein Mensch sei gerettet und medizinisch versorgt worden, hieß es. Die "Polesie" mit 22 Menschen an Bord sei weiterhin schwimmfähig.

Der 91 Meter lange Frachter "Verity", der unter der Flagge des Vereinigtes Königreichs fährt, war den Angaben zufolge auf dem Weg von Bremen nach Immingham in Großbritannien. Die unter der Flagge der Bahamas fahrende "Polesie" ist 190 Meter lang und fuhr zum Zeitpunkt der Kollision von Hamburg nach La Coruña in Spanien.

An der Suche nach Schiffbrüchigen beteiligten sich unter anderem zwei Seenotrettungskreuzer der DGzRS, ein Notschlepper, ein sogenannter Lotsentender, der eigentlich Lotsen auf Seeschiffe bringt, ein Boot der Wasserschutzpolizei sowie ein Hubschrauber der Marine. Weitere Schiffe waren zudem auf dem Weg zur Unglücksstelle.

Darüber hinaus ließ das Havariekommando das Seegebiet von einem Sensorflugzeug überfliegen. Auch ein Kreuzfahrtschiff, das sich in dem Seegebiet aufhält und unter anderem Ärzte an Bord hat, unterstützte demnach die Suche. Das Havariekommando brachte weiteres medizinisches Personal per Hubschrauber zur Unfallstelle.

Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) erklärte in Berlin, das Havariekommando habe die Gesamteinsatzeinleitung übernommen. Gemeinsam mit Seenotrettern, Wasserschutzpolizei und weiteren Helfern werde alles unternommen, "um die Vermissten zu retten". "Meine Gedanken sind bei den Besatzungsmitgliedern, ihren Angehörigen und den Rettungsteams, die seit dem frühen Morgen im Einsatz sind", erklärte Wissing.

Das Havariekommando ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer. Es kommt bei schweren Unfällen zum Einsatz, beispielsweise bei Schiffskollisionen, Bränden an Bord oder wenn Schadstoffe wie Öl ins Wasser gelangen.

A.Robinson--TNT

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