The National Times - Umfrage: Deutsche sind besonders von Geldsorgen geplagt

Umfrage: Deutsche sind besonders von Geldsorgen geplagt


Umfrage: Deutsche sind besonders von Geldsorgen geplagt
Umfrage: Deutsche sind besonders von Geldsorgen geplagt / Foto: © AFP/Archiv

Textgröße ändern:

Finanzielle Sorgen dominieren die diesjährigen Ängste der Bundesbürger und belegten die ersten drei Plätze der Rangliste. Die Angst vor stark steigenden Preisen landete den Angaben nach zum zweiten Mal in Folge auf dem ersten Platz. Insgesamt stieg der Angstindex – also der Durchschnitt aller gemessenen Ängste – auf 45 Prozent. Im Vorjahr waren es 42 Prozent gewesen.

Auch wegen der Wohnkosten zeigen sich viele Deutsche besorgt. Sechs von zehn Bundesbürgern oder 60 Prozent fürchten, dass Wohnen unbezahlbar wird. In Westdeutschland blicken 62 Prozent der Befragten besorgt auf die angespannte Lage am Wohnungsmarkt. Im Osten sind es mit 52 Prozent deutlich weniger.

Auf den dritten Platz der größten Ängste gelangte demnach die Furcht vor höheren Steuern. 57 Prozent der Befragten fürchten, dass der Staat dauerhaft Steuern erhöht oder Leistungen kürzt. Gleichzeitig ging die Sorge vor einem Wirtschaftsabschwung am stärksten zurück: Eine Rezession fürchten nur noch 51 Prozent der Befragten, im Vorjahr waren es sechs Prozentpunkte mehr.

Deutlich zulegen konnten laut R+V-Versicherung Zuwanderungsthemen. Am deutlichsten stieg demnach die Sorge, dass die Zahl der Geflüchteten die Deutschen und ihre Behörden überfordert. Sie wuchs um elf Prozentpunkte an - auf nunmehr 56 Prozent.

Dabei ist diese Sorge im Westen Deutschlands erstmals stärker ausgeprägt als im Osten. Während rund 56 Prozent der befragten Westdeutschen eine Sorge um Überforderung durch Geflüchtete angab, waren es im Osten 54 Prozent. Im Westen nahm die Furcht im Vergleich zum Vorjahr um 13 Prozentpunkte zu, im Osten blieb sie unverändert.

Einen ähnlich starken Anstieg verzeichnete die Angst, dass das Zusammenleben zwischen Deutschen und den hier lebenden Migranten durch einen weiteren Zuzug von Menschen aus dem Ausland beeinträchtigt wird. Sie kam mit 47 Prozent auf Platz zwölf. Dennoch blieben beide Sorgen trotz des Anstiegs deutlich unter ihren Höchstwerten von 2016.

Zudem sank das Vertrauen der Menschen in die Politik. Gut jeder zweite Befragte - 51 Prozent - fürchtet, dass Politiker von ihren Aufgaben überfordert sind. Gleichzeitig macht den Deutschen auch Angst, dass eine Spaltung der Gesellschaft zunimmt und zu Konflikten führt. Dies fürchten rund 50 Prozent.

Angst vor den Folgen des Klimawandels gaben demnach 47 Prozent der Deutschen an. Dabei erreichte die Angst im Westen mit 49 Prozent ihren Höhepunkt. Im Osten verzeichnete sie mit 40 Prozent ihre bislang niedrigste Ausprägung. Befragt wurden für die Langzeitstudie mehr als 2400 Menschen.

T.Hancock--TNT

Empfohlen

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien einstimmig verurteilt. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Selenskyj: USA erlauben Ukraine Herstellung von Patriot-Abwehrraketen

Die USA haben der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj grünes Licht für die Produktion von eigenen Patriot-Luftabwehrraketen gegeben. "Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber gesagt, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat: Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten", sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten. Bei russischen Drohnenangriffen auf Kiew wurden unterdessen fünf Menschen getötet.

17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober

Tanken wird für spritpreisgebeutelte Autofahrer schon ab kommendem Donnerstag günstiger: Am Freitag gaben Bundestag und Bundesrat grünes Licht für den neuen Tankrabatt, der die Steuern auf Benzin und Diesel ab dem 1. Oktober um rund 17 Cent je Liter senkt. Die Regierungskoalition aus Union und SPD will Bürgerinnen und Bürgern so kurzfristig Entlastung verschaffen - doch an der Maßnahme gibt es auch viel Kritik.

Tankrabatt kommt zum 1. Oktober: Gesetz passiert Parlament

Der Tankrabatt zur Abfederung der hohen Spritpreise kann wie von der Bundesregierung geplant zum 1. Oktober kommen. Nach dem Bundestag passierte das Gesetz am Freitag auch den Bundesrat - die Länderkammer verzichtete darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Zum 1. Oktober sollen damit die Steuern auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent je Liter sinken.

Textgröße ändern: