The National Times - Birkenstock legt schwachen Börsenstart hin - Aktie rutscht um 13 Prozent ab

Birkenstock legt schwachen Börsenstart hin - Aktie rutscht um 13 Prozent ab


Birkenstock legt schwachen Börsenstart hin - Aktie rutscht um 13 Prozent ab
Birkenstock legt schwachen Börsenstart hin - Aktie rutscht um 13 Prozent ab / Foto: © AFP

Der deutsche Kult-Sandalenhersteller Birkenstock hat bei seinem Börsengang in New York einen schwachen Start hingelegt. Die Aktie mit dem Kürzel BIRK verlor am Mittwoch am ersten Handelstag an der Wall Street im Vergleich zum Ausgabepreis knapp 13 Prozent an Wert. Sie schloss mit 40,06 Dollar (knapp 38 Euro) und damit 12,9 Prozent unter dem Ausgabepreis von 46 Dollar.

Textgröße ändern:

"Die Wahrheit ist, wir hatten keinen Barbie-Moment", sagte Birkenstock-Chef Oliver Reichert dem US-Sender CNBC mit Blick auf den erfolgreichen Hollywood-Film, in dem Hauptdarstellerin Margot Robbie pinke Birkenstock-Sandalen trägt. "Barbie hatte den Birkenstock-Moment."

Das Traditionsunternehmen aus Linz am Rhein hatte angekündigt, mehr als 32 Millionen Aktien zu einem Preis von 46 Dollar pro Stück anzubieten und damit 1,48 Milliarden Dollar einnehmen zu wollen. Damit wäre das Unternehmen mit 8,6 Milliarden Dollar bewertet worden. Nach dem Kursverlust vom Mittwoch liegt die Marktbewertung bei rund 7,5 Milliarden Dollar.

Birkenstock hatte Mitte September die für einen Börsengang nötigen Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht. Demnach erzielte Birkenstock im bis Ende September 2022 laufenden Geschäftsjahr einen Umsatz von 1,24 Milliarden Euro und einen Nettogewinn von 187 Millionen Euro. Im laufenden Geschäftsjahr konnte der Umsatz bereits stark gesteigert werden.

Die Marke geht bis ins Jahr 1774 zurück, der ersten urkundlichen Erwähnung von Johann Adam Birkenstock. Zunächst stellte der Orthopädiebetrieb Einlagen her. Im Jahr 1963 begann er mit der Herstellung von Sandalen, die zunächst hauptsächlich im Gesundheitssektor getragen wurden. Später entdeckte die Hippie-Bewegung Birkenstocks für sich, bevor sie schließlich zum Lifestyle-Produkt avancierten.

Seit 2021 gehört das Unternehmen mehrheitlich der US-französischen Beteiligungsgesellschaft L Catterton und der privaten Investmentgesellschaft der französischen Milliardärsfamilie Arnault. Es produziert 95 Prozent seiner Produkte in Deutschland. Eines der Hauptwerke befindet sich in Görlitz an der polnischen Grenze. Birkenstock beschäftigt in Deutschland rund 3000 Menschen, weltweit sind es rund 6200 Beschäftigte.

E.Reid--TNT

Empfohlen

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien einstimmig verurteilt. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.

Selenskyj: USA erlauben Ukraine Herstellung von Patriot-Abwehrraketen

Die USA haben der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj grünes Licht für die Produktion von eigenen Patriot-Luftabwehrraketen gegeben. "Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber gesagt, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat: Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten", sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten. Bei russischen Drohnenangriffen auf Kiew wurden unterdessen fünf Menschen getötet.

17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober

Tanken wird für spritpreisgebeutelte Autofahrer schon ab kommendem Donnerstag günstiger: Am Freitag gaben Bundestag und Bundesrat grünes Licht für den neuen Tankrabatt, der die Steuern auf Benzin und Diesel ab dem 1. Oktober um rund 17 Cent je Liter senkt. Die Regierungskoalition aus Union und SPD will Bürgerinnen und Bürgern so kurzfristig Entlastung verschaffen - doch an der Maßnahme gibt es auch viel Kritik.

Tankrabatt kommt zum 1. Oktober: Gesetz passiert Parlament

Der Tankrabatt zur Abfederung der hohen Spritpreise kann wie von der Bundesregierung geplant zum 1. Oktober kommen. Nach dem Bundestag passierte das Gesetz am Freitag auch den Bundesrat - die Länderkammer verzichtete darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Zum 1. Oktober sollen damit die Steuern auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent je Liter sinken.

Textgröße ändern: