The National Times - Emeritierter US-Professor besucht Galápagos-Inseln im Darwin-Kostüm

Emeritierter US-Professor besucht Galápagos-Inseln im Darwin-Kostüm


Emeritierter US-Professor besucht Galápagos-Inseln im Darwin-Kostüm
Emeritierter US-Professor besucht Galápagos-Inseln im Darwin-Kostüm / Foto: © AFP

Mit einem langen grauen Bart und einem altmodischen braunen Anzug beobachtet ein Mann, der Forscherlegende Charles Darwin täuschend ähnlich sieht, auf den Galápagos-Inseln Meerechsen und Blaufußtölpel: Zwei Jahrhunderte nach dem Besuch des britischen Naturforschers auf der Inselgruppe hat ein pensionierter US-Professor einen Teil von Darwins Reise wiederholt - und sich dabei wie sein Idol aus dem 19. Jahrhundert verkleidet.

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Der 66-jährige Kenneth Noll, emeritierter Professor für Mikrobiologie an der University of Connecticut, hat sich schon seit Jahren der Erinnerung an Darwin verschrieben. In seinem Keller hat er Darwins Arbeitszimmer nachgebaut und mit britischem Aktenz und falschem Bart geht er in Museen, Schulen, Kirchen und Bibliotheken, um die Menschen über Darwins Reisen und Forschungen zu informieren und Anekdoten aus Darwins Privatleben zu erzählen.

Der echte Darwin reiste einst an Bord des britischen Marineschiffs "HMS Beagle" durch Südamerika. Dabei besuchte er auch die etwa tausend Kilometer vom Festland entfernten Galápagos-Inseln. Die Beobachtung, dass sich die Arten auf einigen Insel geringfügig von denen auf anderen Inseln unterschieden, inspirierte ihn zu seiner Evolutionstheorie. 1859 legte er sie in seinem Hauptwerk "Über die Enstehung der Arten" dar.

Noll folgt den Spuren seines Idos nun gemeinsam mit seiner Frau auf einer Kreuzfahrt. "Ich versuche, die gleichen Dinge wie Darwin zu empfinden. Ich bin Wissenschaftler, also möchte ich die gleiche Aufregung spüren wie er. Und ich will versuchen, das dem Publikum zu vermitteln", sagte Noll während seines Besuchs auf Galápagos der Nachrichtenagentur AFP.

In seinem Darwin-Kostüm hielt er einen Vortrag vor anderen Kreuzfahrt-Passagieren, besuchte eine Schule und das Charles-Darwin-Forschungszentrum in Puerto Ayora, wo er ebenfalls einen Vortrag hielt und ein Video drehte. "Ich denke, Darwin würde sich freuen, wenn er wüsste, dass jemand so etwas tut", ist Noll überzeugt. Auch sein Vorbild habe schließlich alle seine Bücher "für die breite Öffentlichkeit" geschrieben.

J.Sharp--TNT

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