The National Times - Subventionen für chinesische E-Autobauer: EU-Kommission präzisiert ihre Vorwürfe

Subventionen für chinesische E-Autobauer: EU-Kommission präzisiert ihre Vorwürfe


Subventionen für chinesische E-Autobauer: EU-Kommission präzisiert ihre Vorwürfe
Subventionen für chinesische E-Autobauer: EU-Kommission präzisiert ihre Vorwürfe / Foto: © AFP/Archiv

Die EU-Kommission hat offiziell ihre Wettbewerbsuntersuchung wegen mutmaßlich wettbewerbsschädigender Subventionen für chinesische E-Autohersteller eingeleitet und ihre Vorwürfe gegen Peking präzisiert. Sie habe ausreichende Hinweise darauf, dass europäischen Herstellern durch staatliche Mittel Chinas Schaden entstehen könnte, erklärte die Brüsseler Behörde am Mittwoch. Insbesondere gebe es "Beweise" dafür, dass chinesischen Unternehmen "Darlehen, Exportkrediten und Kreditlinien staatlicher Banken gewährt wurden".

Textgröße ändern:

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte im September eine Wettbewerbsuntersuchung wegen Marktverzerrungen durch chinesische Subventionen für Elektroautos angekündigt. Die Weltmärkte würden von "billigeren chinesischen Elektroautos überschwemmt", sagte sie in ihrer Rede zur Lage der Union im Straßburger Europaparlament. Sollte die Untersuchung ergeben, dass Peking Regeln des internationalen Handelsrechts bricht, könnte Brüssel Strafzölle auf chinesische Fahrzeuge erheben.

Mögliche unrechtmäßige Praktiken könnten die Form von "direkten Geldtransfers", "verzichteten öffentlichen Einnahmen" oder auch der "Bereitstellung von Waren oder Dienstleistungen durch die Regierung" zu Vorzugspreisen annehmen, heißt es in einer Stellungnahme, die zur Einleitung der Untersuchung am Mittwoch im offiziellen Journal der EU veröffentlicht wurde. Es gebe "ausreichende Beweise", welche die Einleitung der Untersuchung rechtfertigten.

Diese Beweise legten eine "Welle von subventionierten Billigimporten von Elektrofahrzeugen aus China in die EU" nahe, welche "eine wirtschaftliche Bedrohung für die Elektroautoindustrie der EU" darstelle, erklärte die Kommission. Sie betonte dazu, dass sie die Untersuchung "auf eigene Initiative hin" eingeleitet habe. Es sei keine förmliche Beschwerde der EU-Industrie eingegangen.

Vor allem Frankreich, dessen Autoindustrie wenige Verbindungen nach China aufweist, hatte auf ein härteres Auftreten gegenüber Peking auf dem E-Automarkt gedrungen. Die deutsche Autoindustrie, die wiederum auf dem chinesischen Markt sehr präsent ist, sieht die EU-Initiative hingegen höchst kritisch und befürchtet Repressalien.

A.M.Murray--TNT

Empfohlen

17 Cent weniger Steuern pro Liter: Neuer Tankrabatt kommt zum 1. Oktober

Tanken wird für spritpreisgebeutelte Autofahrer schon ab kommendem Donnerstag günstiger: Am Freitag gaben Bundestag und Bundesrat grünes Licht für den neuen Tankrabatt, der die Steuern auf Benzin und Diesel ab dem 1. Oktober um rund 17 Cent je Liter senkt. Die Regierungskoalition aus Union und SPD will Bürgerinnen und Bürgern so kurzfristig Entlastung verschaffen - doch an der Maßnahme gibt es auch viel Kritik.

Tankrabatt kommt zum 1. Oktober: Gesetz passiert Parlament

Der Tankrabatt zur Abfederung der hohen Spritpreise kann wie von der Bundesregierung geplant zum 1. Oktober kommen. Nach dem Bundestag passierte das Gesetz am Freitag auch den Bundesrat - die Länderkammer verzichtete darauf, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Zum 1. Oktober sollen damit die Steuern auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent je Liter sinken.

CDU-Politiker Reddig warnt vor verwässerter Rentenreform - und droht mit Nein

Im koalitionsinternen Ringen um die geplante Rentenreform hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig mit einer Ablehnung des Gesetzentwurfs gedroht, sollte dieser zu stark vom vereinbarten Kompromiss abweichen. Der CDU-Politiker warnte die Koalition am Freitag gegenüber der "Welt", aus Sorge vor unpopulären Entscheidungen von der Reform abzurücken: "Dass manche jetzt in eine Art kurzsichtigen Sozialpopulismus verfallen und aus Angst wieder keine Reform machen wollen, werden uns die Wähler nicht honorieren."

Nach US-Sanktionsdrohungen: Flughafen im irakischen Nadschaf stoppt alle Iran-Flüge

Infolge von US-Sanktionen hat der Flughafen der irakischen Pilgerstadt Nadschaf in der Nacht zu Freitag alle Flüge vom und in den Iran eingestellt. "Alle Flüge zwischen dem Iran und dem Flughafen in Nadschaf wurden gestoppt", sagte Flughafendirektor Hussein Muhanna der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Er verwies auf eine entsprechende Anweisung der irakischen Regierung an den Gouverneur von Nadschaf, die auf US-Betreiben hin erfolgte.

Textgröße ändern: