The National Times - Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt legt auf Konferenz Maßnahmen vor

Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt legt auf Konferenz Maßnahmen vor


Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt legt auf Konferenz Maßnahmen vor
Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt legt auf Konferenz Maßnahmen vor / Foto: © AFP

Mit dem Weg zum klimaneutralen Fliegen und der Zukunftsfähigkeit des deutschen Luftverkehrs hat sich am Montag in Hamburg die Nationale Luftfahrtkonferenz beschäftigt. In einer gemeinsamen Erklärung bekannten sich die teilnehmenden Vertreter aus Politik, Luftfahrt und seitens der Gewerkschaften zu dem Ziel, dass Fliegen bis 2045 klimaneutral wird, wie das Bundesverkehrsministerium und das Bundeswirtschaftsministerium mitteilten. Eröffnet wurde die Konferenz von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).

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Die deutsche Luftfahrt müsse in der aktuell "herausfordernden Zeit" gestärkt und zukunftssicher aufgestellt werden, erklärte Verkehrsminister Volker Wissing (FDP). "Niemandem ist geholfen, wenn wir unsere heimische Luftfahrt ausbremsen und ausländische Anbieter, die weniger nachhaltigkeitsorientiert sind, die Lücke füllen." Daher werde die Branche unterstützt, etwa mit Investitionen in E-Fuels und andere nachhaltige Flugkraftstoffe.

Der von den beiden Bundesministerien im vergangenen Jahr eingeführte Arbeitskreis klimaneutrale Luftfahrt mit Vertretern aus Industrie und Zivilgesellschaft stellte unter anderem ein "100-Flüge-Programm" vor - dabei sollen auf 100 regulär geplanten Flügen besonders klimasensitive Zonen umflogen werden. Außerdem geht es bei den präsentierten Maßnahmen etwa um die Nachrüstung von Bestandsflotten sowie um mehr Planungssicherheit.

Von der am Arbeitskreis beteiligten Umweltorganisation Germanwatch kam hingegen deutliche Kritik an der "geringen Handlungsbereitschaft" von Bundesregierung und Flugwirtschaft. Die bisher erarbeiteten Ergebnisse seien "zu dürftig". So reiche etwa die "wichtige Umstellung auf strombasiertes Kerosin allein nicht aus". Es brauche auch eine konstruktive Diskussion darüber, wie sich das massiv klimaschädliche starke Wachstum des Flugverkehrs eindämmen lässt.

So könne zum Beispiel der Flugverkehr innerhalb Europas nach entsprechenden Investitionen zum Großteil auf die Schiene verlagert werden, fuhr Germanwatch fort. Die Organisation forderte außerdem, dass bei einer Fortsetzung des Formats mehr Akteure der Umweltseite beteiligt werden.

D.S.Robertson--TNT

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