The National Times - Anstieg beim Auftragseingang am Bau im Juli - Verbände sehen aber Einmaleffekt

Anstieg beim Auftragseingang am Bau im Juli - Verbände sehen aber Einmaleffekt


Anstieg beim Auftragseingang am Bau im Juli - Verbände sehen aber Einmaleffekt
Anstieg beim Auftragseingang am Bau im Juli - Verbände sehen aber Einmaleffekt / Foto: © AFP

Der Auftragseingang im Baugewerbe hat sich im Juli deutlich erhöht, nach Angaben der Bauindustrie verbessert dies jedoch nicht die dramatische Lage insbesondere im Wohnungsbau. Nach am Montag vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden veröffentlichten Zahlen stieg der preisbereinigte Auftragseingang gegenüber Juni um 9,6 Prozent. Dies sei jedoch "ausschließlich auf diverse Großprojekte zurückzuführen", erklärte Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie.

Textgröße ändern:

Der starke Anstieg erklärte sich durch den Tiefbau, der wegen mehrerer Großaufträge um 14,6 Prozent zulegen konnte, erklärte auch das Statistische Bundesamt. "Das ist erfreulich, hilft dem Wohnungsbau aber nicht weiter", fügte Müller hinzu. Beim Hochbau stieg der Auftragseingang binnen eines Monats zwar auch um 4,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sank er jedoch um 9,8 Prozent.

Im Vorjahresvergleich stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang den Angaben zufolge von Juli 2022 zu Juli 2023 insgesamt um 1,5 Prozent. Auch hier sorgte der Tiefbau mit einem Plus von 13,8 Prozent für die entscheidenden Impulse. Aufgrund der gestiegenen Baupreise habe der nominale, nicht preisbereinigte Auftragseingang im Baugewerbe um 7,6 Prozent über dem Vorjahr gelegen, erklärten die Statistiker.

Über die ersten sieben Monate betrachtet nahmen die Auftragseingänge der Baubranche in Deutschland insgesamt ab. Kalender- und preisbereinigt lagen sie laut Statistischem Bundesamt um 10,7 Prozent niedriger, nominal waren sie um 0,8 Prozent niedriger als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Bauarbeiter lag in diesem Juli um 1,3 Prozent über dem Juli 2022.

"Noch drehen sich die Kräne auf den Wohnungsbau-Baustellen, aber die Auftragslage ist eine Katastrophe", erklärte der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa. "Bei einem Orderrückgang im Wohnungsbau von real 11 Prozent im Juli 2023 gegenüber dem Vorjahreswert darf man nicht vergessen, dass wir diesen Rückgang auf einen Vorjahreswert von minus 20 Prozent drauflegen."

G.Waters--TNT

Empfohlen

Nach US-Sanktionsdrohungen: Flughafen im irakischen Nadschaf stoppt alle Iran-Flüge

Infolge von US-Sanktionen hat der Flughafen der irakischen Pilgerstadt Nadschaf in der Nacht zu Freitag alle Flüge vom und in den Iran eingestellt. "Alle Flüge zwischen dem Iran und dem Flughafen in Nadschaf wurden gestoppt", sagte Flughafendirektor Hussein Muhanna der Nachrichtenagentur AFP am Freitag. Er verwies auf eine entsprechende Anweisung der irakischen Regierung an den Gouverneur von Nadschaf, die auf US-Betreiben hin erfolgte.

Bundestag macht Weg für erneuten Tankrabatt frei

Der Bundestag hat den Weg für den erneuten Tankrabatt freigemacht, der ab 1. Oktober die Steuern auf Benzin und Diesel um rund 17 Cent je Liter senken soll. Für die Maßnahme votierte am Freitag in namentlicher Abstimmung die Mehrheit der Abgeordneten. In der Debatte im Parlament hatten die Koalitionsfraktionen von Union und SPD hervorgehoben, dass der Tankrabatt kurzfristig Entlastung an den Zapfsäulen bringe. Auch die AfD-Fraktion unterstützte die Maßnahme; die Grünen und die Linksfraktion wandten sich dagegen.

Selenskyj: Trump gibt grünes Licht für Herstellung von Patriot-Raketen in Ukraine

Die USA gewähren der Ukraine nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj die Lizenzen zur Herstellung von Patriot-Luftabwehrraketen in der Ukraine. "Bei unserem letzten Treffen hat Präsident Trump mir gegenüber betont, dass er eine endgültige Entscheidung getroffen hat. Die Ukraine wird Lizenzen für die Herstellung von Patriot-Raketen erhalten", sagte Selenskyj am Freitag in einer Sprachnachricht an Journalisten. Bei einem russischen Drohnenangriff auf ein Wohngebäude in Kiew wurde derweil ein 14-Jähriger getötet.

Ausfall der Lenkung droht: VW und Audi rufen knapp eine Million Pkw in die Werkstätten

Volkswagen und seine Sportwagentochter Audi müssen fast eine Million Pkw in Deutschland in die Werkstätten rufen: Ein Schraubenabriss könnte bei diesen Autos zu einem Lenkungsausfall führen, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Freitag mit. Die Lenkungsverschraubung muss daher durch eine "korrosionsresistentere Schraube" ersetzt werden. Ein VW-Sprecher sagte, bis zum Werkstatttermin "kann man weiterfahren" - es bestehe keine "heiße Gefahr".

Textgröße ändern: