The National Times - Australisches Bundesgericht kippt bahnbrechendes Urteil zum Klimawandel

Australisches Bundesgericht kippt bahnbrechendes Urteil zum Klimawandel


Australisches Bundesgericht kippt bahnbrechendes Urteil zum Klimawandel
Australisches Bundesgericht kippt bahnbrechendes Urteil zum Klimawandel

Ein australisches Gericht hat ein bahnbrechendes Urteil gekippt, wonach das Umweltministerium Kinder vor den schädlichen Folgen des Klimawandels schützen muss. Das Bundesgericht gab am Dienstag der Berufung von Umweltministerin Sussan Ley statt. Demnach muss sie bei der Genehmigung neuer Projekte für fossile Brennstoffe nicht die Schäden abwägen, die der Klimawandel für Kinder mit sich bringt. Die ursprünglichen Kläger sind "am Boden zerstört".

Textgröße ändern:

Eine Gruppe von acht Schülern und Schülerinnen hatte im vergangenen Jahr erfolgreich gegen die umstrittene Erweiterung einer Kohlemine nahe Sydney geklagt. Das Gericht befand damals, dass das Ministerium die Pflicht habe, "Verletzungen oder den Tod" von Minderjährigen aufgrund von "Kohlendioxidemissionen in der Erdatmosphäre" zu vermeiden. Umweltgruppen sahen in dem Urteil eine potenzielle juristische Waffe im Kampf gegen fossile Brennstoffe.

Umweltministerin Ley legte sofort Berufung gegen das Urteil ein und erhielt nun Recht. Das Bundesgericht stellte sich auf die Seite der Ministerin, dabei folgte es jedoch vor allem Leys Argument, wonach die Emissionen durch die Mine nur "ein geringfügig erhöhtes Risiko" für die Schüler darstellten.

Anjalia Sharma als Initiatorin der ursprünglichen Klage sagte, sie und ihre Mitstreiter seien "am Boden zerstört". "Vor zwei Jahren stand Australien in Flammen, heute steht es unter Wasser. Die Verbrennung von Kohle macht Buschbrände und Überschwemmungen noch katastrophaler und tödlicher", sagte die 17-Jährige und forderte: "Es muss sich etwas ändern."

Mitklägerin Izzy Raj-Seppings wies hingegen auf einen positiven Aspekt des Urteils hin: Das Gericht habe immerhin akzeptiert, dass junge Menschen "die Hauptlast der Auswirkungen der Klimakrise tragen", sagte die 15-Jährige. Den Anwälten der Schüler bleibt noch die Möglichkeit, vor Australiens höchstes Gericht zu ziehen.

T.Bailey--TNT

Empfohlen

Energiekonzern BP will sein Nordseegeschäft verkaufen

Der britische Öl- und Gaskonzern BP will seine Geschäftsaktivitäten in der Nordsee verkaufen. Die Nordsee spiele nach wie vor eine zentrale Rolle im britischen Energiesystem, erklärte BP-Chefin Meg O'Neill am Freitag. Der Konzern wolle jedoch sein Kapital auf die vielversprechendsten Möglichkeiten konzentrieren und sei daher der Ansicht, "dass unser Nordseegeschäft als Teil eines anderen Unternehmens besser aufgestellt sein wird".

Zahl der Arbeitslosen steigt im Juli wieder über drei Millionen

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juli wieder über drei Millionen gestiegen. Dies habe vor allem jahreszeitliche Gründe, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg am Freitag mit. Demnach stieg die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 71.000 auf 3.007.000. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,2 Prozentpunkte auf 6,4 Prozent zu.

Vergütung für Azubis mit Tarifvertrag um 3,9 Prozent gestiegen

Auszubildende mit Tarifvertrag haben laut einer Auswertung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung erneut von höheren Vergütungen profitiert. Im Ausbildungsjahr 2025/26 seien die tarifvertraglichen Ausbildungsvergütungen im Schnitt um 3,9 Prozent gestiegen, teilte das WSI am Freitag mit. Mittlerweile gebe es nur noch sehr wenige Branchen, in denen Auszubildende im ersten Jahr laut Tarifvertrag weniger als 1000 Euro im Monat erhalten.

Rhein in den Niederlanden nahe deutscher Grenze mit historisch niedrigem Pegel

Wegen ausbleibenden Niederschlags hat der Wasserpegel des Rheins an der deutsch-niederländischen Grenze den niedrigsten jemals gemessenen Pegel erreicht. Am Messpunkt Lobith westlich von Emmerich in Nordrhein-Westfalen sei "noch nie" ein tieferer Wasserstand registriert worden, erklärte das niederländische Wasser- und Infrastrukturministerium am Donnerstag.

Textgröße ändern: