The National Times - Deutsche Umwelthilfe klagt gegen LNG-Schiff "Neptune" in Lubmin

Deutsche Umwelthilfe klagt gegen LNG-Schiff "Neptune" in Lubmin


Deutsche Umwelthilfe klagt gegen LNG-Schiff "Neptune" in Lubmin
Deutsche Umwelthilfe klagt gegen LNG-Schiff "Neptune" in Lubmin / Foto: © AFP

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) klagt beim Bundesverwaltungsgericht gegen den Betrieb des LNG-Terminalschiffs "Neptune" in Lubmin an der Ostsee. Die Betriebsgenehmigung durch das staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt Vorpommern leide an "erheblichen Mängeln", erklärte die DUH am Montag. Sie müsse zurückgenommen werden.

Textgröße ändern:

Weder der Shuttle-Verkehr, der für die Versorgung des Schiffs notwendig ist, noch die dadurch entstehenden Umweltauswirkungen auf den sensiblen Greifswalder Bodden seien einer umweltrechtlichen Genehmigung unterworfen worden, kritisierte die DUH. Zudem sei die Lärmbelästigung für die Anwohnerinnen und Anwohner eine "grundlegend andere" als vom Betreiber im Genehmigungsverfahren angegeben.

Der Beitrag zur Versorgungssicherheit sei "marginal". Die gesetzlich verlangte Mindestkapazität von fünf Milliarden Kubikmetern werde nicht erreicht. Nur in diesem Fall aber dürfe die Umweltverträglichkeitsprüfung ausgesetzt werden - nach Einschätzung der DUH erfüllt die "Neptune" die Voraussetzung nicht.

Die "Neptune" ist eine sogenannte FSRU (Floating Storage and Regasification Unit), die Flüssigerdgas (LNG) speichern sowie erwärmen und damit wieder gasförmig machen kann. Das Terminal ist seit Anfang des Jahres in Betrieb. Das LNG muss von einem Tankschiff auf der Ostsee mit kleineren Schiffen zur "Neptune" im flachen Wasser vor Lubmin transportiert werden. Betreiberin der FSRU ist die Deutsche Regas.

Die Umwelthilfe beruft sich auf Zahlen von Regas. Das Unternehmen habe demnach im gesamten ersten Halbjahr sieben Terrawattstunden LNG importiert, das entspreche 0,7 Milliarden Kubikmeter jährlich, erklärten die Umweltschützer.

"Wir kritisieren außerdem die Bundesregierung für ihre Behauptung, das LNG-Terminalschiff in Lubmin sei nötig, solange es das umstrittene LNG-Terminal in Rügen nicht gebe", so DUH-Geschäftsführer Sascha Müller-Krenner. Damit beschreibe die Regierung Zwänge, die es angesichts der Versorgungslage überhaupt nicht gebe und spiele die Menschen vor Ort gegeneinander aus.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Thüringens Ministerpräsident fordert von Union "programmatischen Neuanfang"

Der thüringische Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat eine deutliche Kurskorrektur der Bundesregierung gefordert. "Wir als Ministerpräsidenten werden klar formulieren, worauf sich die Union im Berliner Regierungshandeln konzentrieren muss", sagte Voigt dem "Handelsblatt" in einem am Donnerstag veröffentlichen Interview. "Wir brauchen einen programmatischen Neuanfang."

Deutsche Zentralbankerin Schnabel wechselt von EZB zum Internationalen Währungsfonds

Die deutsche Zentralbankerin Isabel Schnabel tritt von ihrem Posten im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück und übernimmt stattdessen eine zentrale Rolle beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Schnabel habe EZB-Präsidentin Christine Lagarde mitgeteilt, dass sie "ihr Amt am 3. Januar 2027 niederlegen wird", erklärte die Zentralbank am Donnerstag. Zum 4. Januar wird demnach IWF-Chefin Kristalina Georgieva die Deutsche zur Leiterin der Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte des Fonds ernennen.

Xi von Trump im Weißen Haus empfangen

US-Präsident Donald Trump hat den chinesischen Staatschef Xi Jinping mit militärischen Ehren am Weißen Haus empfangen. Trump und seine Ehefrau Melania begrüßten Xi und seine Ehefrau Peng Liyuan am Donnerstag zu den Klängen einer Militärkapelle. Anschließend schritten sie über einen roten Teppich ins Weiße Haus.

Berliner Polizei startet KI-gestützte Videoüberwachung

Besonders kriminalitätsbelastete Orte in Berlin sollen künftig mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) überwacht werden. Zunächst soll das System am Kottbusser Tor in Kreuzberg installiert werden, wie die Polizei am Donnerstag in der Hauptstadt mitteilte. Nach einer etwa vierwöchigen Konfigurationsphase werde der Testbetrieb des Pilotprojekts gestartet. Später folgten weitere kriminalitätsbelastete Orte in Kreuzberg, Friedrichshain und Mitte.

Textgröße ändern: