The National Times - Gewaltsamer Angriff auf Stuttgarter CSD sorgt für Bestürzung

Gewaltsamer Angriff auf Stuttgarter CSD sorgt für Bestürzung


Gewaltsamer Angriff auf Stuttgarter CSD sorgt für Bestürzung
Gewaltsamer Angriff auf Stuttgarter CSD sorgt für Bestürzung / Foto: © AFP/Archiv

Der gewaltsame Angriff auf die Stuttgarter CSD-Parade am Wochenende hat für Bestürzung gesorgt. Die Attacken seien "schockierend, irritierend und scharf zu verurteilen", kritisierte der Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Frank Nopper (CDU), am Montag in einer Erklärung. Mit besonderer Verwunderung wurde aufgenommen, dass die Täter offenbar aus dem Linksaußen-Spektrum kommen: Einer Antifa-Gruppierung begründete den Angriff damit, dass auch die CDU an der Parade von Schwulen, Lesben und anderen sexuellen Minderheiten teilgenommen habe.

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"Niemand hat das Recht zu Gewalt gegenüber queeren Menschen - Rechtsextremisten nicht und Linksextremisten auch nicht", erklärte Bürgermeister Nopper. Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne), dessen Bundestagswahlkreis in Stuttgart liegt, schrieb auf Twitter: "Wir feiern unseren CSD Stuttgart so, wie wir’s wollen, und müssen keine radikale Linke um Erlaubnis fragen."

Özdemir wünschte dem Stuttgarter CSD-Sprecher und Versammlungsleiter am Wochenende, Detlef Raasch, sowie den verletzen Polizisten "gute Besserung". Der Angriff ereignete sich laut Polizei am Samstagnachmittag, als der erste Lastwagen des Umzugs, der als Bühne für die Abschlusskundgebung genutzt werden sollte, den Schlossplatz erreichte. Mehrere Dutzend Menschen, die den Angaben zufolge "aus dem linken Spektrum" stammen, blockierten das Fahrzeug und vermummten sich teilweise.

Als Versammlungsleiter Raasch sie ansprach, griffen sie ihn an und verletzten ihn dabei leicht. Einsatzkräfte drängten die Gruppe ab und stellten von 17 Beteiligten die Personalien fest. Diese erhielten Platzverweise, wurden allerdings anschließend wieder auf freien Fuß. Laut Polizei solidarisierten sich Sympathisanten aus dem linken Spektrum, die Beamte angriffen und deshalb mehrfach abgedrängt werden mussten.

Im Zusammenhang mit dem Angriff auf den Versammlungsleiter wurde eine 26-Jährige vorläufig festgenommen. Diese steht demnach auch im Verdacht, einen Polizisten angegriffen und leicht verletzt zu haben. Sie wurde wieder auf freien Fuß gesetzt und erhielt einen Platzverweis. Die Ermittlungen zu weiteren Straftaten und die Auswertung der Videoaufzeichnungen dauerten an.

Ein linker Jugendblock aus der Antifa-Bewegung erklärte in einem in der Nacht zu Montag veröffentlichten Statement, wie es zu der Gewalt kam: Der Lastwagen sei blockiert worden, um auf Anti-Antifa Statements der CSD-Organisatoren aufmerksam zu machen und sich der Beteiligung der CDU an der Parade entgegenzusetzen. Diese sei "unbestreitbar queerfeindlich". Auf "diese legitime Kritik" habe die Polizei "extrem gewalttätig" reagiert.

S.M.Riley--TNT

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