The National Times - Habeck will bis zum Herbst raus aus russischer Kohle

Habeck will bis zum Herbst raus aus russischer Kohle


Habeck will bis zum Herbst raus aus russischer Kohle
Habeck will bis zum Herbst raus aus russischer Kohle

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) will Deutschland bis zum Herbst unabhängig von russischer Kohle machen und bis Ende des Jahres weitgehend unabhängig von russischem Öl. "Jeden Tag, ja faktisch jede Stunde verabschieden wir uns ein Stück weit von russischen Importen", sagte Habeck der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabmeldung vom Samstag. "Wenn es gelingt, sind wir im Herbst unabhängig von russischer Kohle und Ende des Jahres nahezu unabhängig von Öl aus Russland."

Textgröße ändern:

Beim Thema Gas sei der Ausstieg aus den Importen aus Russland komplizierter, weil Deutschland nicht über eigene Importkapazitäten für Flüssiggas verfüge, sagte der Minister. Diese würden nun mit Hochdruck geschaffen.

Habeck bekräftigte in dem Interview seine Einschätzung, dass ein sofortiges Embargo - wie es manche osteuropäische EU-Staaten fordern - mehr als "ein bisschen individuellen Komfortverzicht" mit sich brächte: nämlich Versorgungsengpässe im nächsten Winter, Wirtschaftseinbrüche und hohe Inflation. Hunderttausende Menschen verlören ihre Arbeit, und für viele würden der Weg zur Arbeit, Heizen und Strom kaum mehr bezahlbar.

Habeck warnte: "Schon jetzt sind die hohen Energiepreise eine große Belastung vor allem für Menschen, die wenig Geld haben. Und auch für die Wirtschaft, weil die Produktion immer teurer wird."

S.Ross--TNT

Empfohlen

Streit um Pestizid Glyphosat: Bayer siegt erneut vor US-Gericht

Im jahrelangen Streit um mögliche Gesundheitsrisiken des Pflanzenschutzmittels Glyphosat hat ein weiteres US-Gericht zugunsten des Bayer-Konzerns aus Leverkusen entschieden. Geschworene in St. Louis im US-Bundestaat Missouri wiesen am Donnerstag (Ortszeit) die Klage von drei Frauen ab. Sie hatten angegeben, das Produkt sei fehlerhaft und hatten der Bayer-Tochter Monsanto vorsätzliche Täuschung und Nachlässigkeit vorgeworfen.

"Ausschlaggebend war der Tankrabatt": Inflation geht auf 2,8 Prozent zurück

Vor allem der Tankrabatt der Regierung hat den Anstieg der Verbraucherpreise im Oktober kräftig gedämpft: Nach 3,3 Prozent Teuerung im September lag die Inflationsrate im Oktober bei 2,8 Prozent, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Auch die Preise für Dienstleistungen stiegen etwas weniger stark.

Bis zu vier Mal so viel wie im Vorjahr: Ölkonzerne machen Milliardengewinne

Dank der hohen Rohölpreise infolge des Iran-Kriegs streichen die Mineralölkonzerne Milliardengewinne ein: BP aus Großbritannien sowie Chevron und ExxonMobil aus den USA meldeten am Freitag hohe Quartalsgewinne. Sie folgten damit europäischen Konzernen.

Kanzler Merz betont nach Asien-Reise Bedeutung der Handelsbeziehungen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat zum Abschluss seiner fünftägigen Asien-Reise nach Singapur, Japan und Südkorea die Bedeutung der Handelsbeziehungen zu den Ländern betont. "Diese Region ist für uns von größter strategischer Bedeutung", sagte Merz bei einer Pressekonferenz im südkoreanischen Seoul am Freitag. Deutschland sei "gut beraten, in Südostasien Interesse zu zeigen", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: