The National Times - Scholz mahnt mehr Respekt und Zusammenhalt in der Gesellschaft an

Scholz mahnt mehr Respekt und Zusammenhalt in der Gesellschaft an


Scholz mahnt mehr Respekt und Zusammenhalt in der Gesellschaft an
Scholz mahnt mehr Respekt und Zusammenhalt in der Gesellschaft an / Foto: © AFP/Archiv

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat mehr Respekt und Zusammenhalt in der Gesellschaft angemahnt. In seinem Video-Podcast "Kanzler kompakt" vom Samstag verwies er auf die Anhebung des Mindestlohns und den Rentenanstieg. Dahinter stehe: "Es braucht unbedingt mehr Respekt in unserer Gesellschaft, mehr Anerkennung und mehr Augenhöhe". Notwendig sei auch "wieder mehr Gelassenheit im Umgang mit anderen Ansichten und Lebensstilen", fügte Scholz hinzu.

Textgröße ändern:

Respekt bedeute, dass niemand auf andere herabschaue. "Jede und jeder Einzelne wird gebraucht und leistet einen unverzichtbaren Beitrag zu unserem Gemeinwesen", betonte der Kanzler. Ob Kassierer im Supermarkt, IT- Expertin, Paketbote, Chefärztin oder Gärtnerin - "alle haben Anspruch auf Anerkennung, auf Würde und Respekt, auf anständige Arbeitsbedingungen und eine ordentliche Rente".

Scholz beteuerte, die Bundesregierung werde "dafür sorgen, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes sicher sein können, dass sie, ihre Kinder und Enkel eine gute Zukunft vor sich haben". Die Regierung sei "für Zusammenhalt und Respekt" angetreten.

Deshalb sei der Mindestlohn vor zehn Monaten auf zwölf Euro pro Stunde angestiegen, er werde 2024 und auch 2025 weiter steigen. Davon profitierten mehr als sechs Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, "viele Frauen, viele im Osten Deutschlands".

Höhere Löhne bedeuteten auch höhere Renten. "Wer ein Leben lang gearbeitet hat, wer sich anstrengt, hat im Ruhestand eine auskömmliche Rente verdient", sagte Scholz. "Auch das ist eine Frage des Respekts."

Dass die Renten zum 1. Juli im Westen um gut vier Prozent und in Ostdeutschland um fast sechs Prozent gestiegen sind, seien "gute Nachrichten". Besonders freue er sich darüber, dass nun auch die Rentenangleichung Ost erreicht sei, ein Jahr früher als geplant. "Das ist ein historischer Schritt", betonte der Kanzler. In Ost und West gelte nun ein gleich hoher aktueller Rentenwert, "damit haben wir endlich die Renteneinheit erreicht".

Das sei ein Erfolg, für den "die Erhöhung des Mindestlohns und die weitere Lohnentwicklung im Osten Deutschlands" gesorgt hätten. Scholz verwies in dem Zusammenhang auf die wirtschaftliche Entwicklung in Ostdeutschland und das Entstehen von vielen tausend Arbeitsplätze "durch eine kluge Ansiedlungspolitik und Investition auch internationaler Konzerne wie Intel in Sachsen-Anhalt, Infineon in Sachsen oder Tesla in Brandenburg".

Lewis--TNT

Empfohlen

Preise für Wohnimmobilien weiter gestiegen - aber nur noch leicht

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland sind im zweiten Quartal weiter gestiegen - wenn auch nur noch leicht und regional unterschiedlich. Von April bis Juni lagen die Preise insgesamt um 0,6 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum ersten Quartal betrug der Anstieg 0,3 Prozent.

Neuzulassungen in der EU bis August gestiegen - Marktanteil von E-Autos bei 22 Prozent

Die Autoneuzulassungen in der EU sind in den ersten acht Monaten des Jahres gestiegen - vor allem der Verkauf von Elektro- und Hybridautos legte auch dank staatlicher Förderung kräftig zu. Zwischen Januar und August wurden rund 1,64 Millionen reine Elektroautos neu zugelassen, ein Anstieg um 44,9 Prozent im Vorjahresvergleich, wie der europäische Herstellerverband Acea am Donnerstag in Brüssel mitteilte. Gründe seien Förderprogramme für E-Autos in vielen Ländern und eine größere Modellauswahl.

Studie: Jobpotenzial der Energiewende droht ungenutzt zu bleiben

Die Energiewende birgt laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung erhebliches Potenzial für Beschäftigung - doch aktuelle Gesetzesvorhaben der Bundesregierung drohen die Entwicklung demnach zu bremsen. Bis 2035 sei eine Beschäftigung von 706.000 Menschen in den Erneuerbaren Energien möglich, rund 270.000 mehr als 2025, teilte die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh mit. Der derzeitige Kurs der Politik hemme jedoch Investitionen, wodurch bis Mitte des kommenden Jahrzehnts lediglich 519.500 Beschäftigte erreicht werden könnten.

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen Herbstprognose vor

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Donnerstag in Berlin ihre aktuelle Gemeinschaftsdiagnose vor (10.00 Uhr). Sie dürfte deutlich besser ausfallen als ihre Frühjahrsprognose, die sie wegen des Iran-Kriegs nach unten korrigiert hatten. Sie rechneten damals mit 0,6 Prozent Wachstum in diesem und mit 1,1 Prozent im kommenden Jahr. In den vergangenen Wochen hatten die einzelnen Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen aber bereits deutlich angehoben.

Textgröße ändern: