The National Times - Energie aus Wind und Sonne deckt Hälfte des Stromverbrauchs im ersten Halbjahr

Energie aus Wind und Sonne deckt Hälfte des Stromverbrauchs im ersten Halbjahr


Energie aus Wind und Sonne deckt Hälfte des Stromverbrauchs im ersten Halbjahr
Energie aus Wind und Sonne deckt Hälfte des Stromverbrauchs im ersten Halbjahr / Foto: © AFP

Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse haben im ersten Halbjahr mehr als die Hälfte des in Deutschland verbrauchten Stroms erzeugt. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Stromverbrauch stieg im Vergleich zum ersten Halbjahr 2022 um drei Prozentpunkte auf 52 Prozent, wie vorläufige Berechnungen des Branchenverbands BDEW und des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) ergaben. Bis 2030 sollen laut Plänen der Ampel-Regierung 80 Prozent des verbrauchten Stroms aus Erneuerbaren kommen.

Textgröße ändern:

Im Mai erreichte der Anteil der Erneuerbaren wegen des sonnigen Wetters sogar 57 Prozent - höher war der Anteil bislang nur im Februar 2022 mit außergewöhnlich viel Windstrom gewesen, wie BDEW und ZSW am Dienstag mitteilten. Im Mai hätten Solaranlagen gut 8,8 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und damit so viel wie noch nie. Vorläufigen Schätzungen zufolge könnte der Rekord schon im Juni übertroffen werden und die Erzeugung bei über zehn Kilowattstunden liegen.

Den Ökostromanteil am Bruttostromverbrauch zu bemessen, ist den Angaben zufolge die gängige Berechnungsgrundlage. Der Bruttostromverbrauch bildet das gesamte Stromsystem eines Landes ab.

Eine andere Möglichkeit ist, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung zu messen. Sie umfasst die gesamte in Deutschland erzeugte Strommenge, also auch die exportierten Strommengen. Der Anteil erneuerbarer Energien im ersten Halbjahr 2023 auf Basis der Bruttostromerzeugung beträgt den Berechnungen zufolge ebenfalls knapp 52 Prozent.

"Dass wir heute mehr als die Hälfte unseres Stroms aus regenerativen Quellen gewinnen, hätte wohl noch vor zwanzig Jahren kaum jemand für möglich gehalten", erklärte BDEW-Hauptgeschäftsführerin Kerstin Andreae. Auch ZSW-Geschäftsführer Frithjof Staiß nannte die 52 Prozent einen Erfolg.

Beide mahnten jedoch einen "deutlich schnelleren Ausbau" der Erneuerbaren an. Für das Erreichen der Klimaneutralität bis 2045 müsse die Stromerzeugung bereits 2035 vollständig auf erneuerbaren Energien basieren, betonte Staiß.

Die Bundesregierung habe etwa mit dem Vorrang für erneuerbare Energien oder der Digitalisierung der Verfahren bei Netzausbauvorhaben erste Weichen gestellt, um die Prozesse zu beschleunigen. "Um das 'Deutschlandtempo' dauerhaft zu erreichen, müssen nun aber auch alle in der Praxis am Umsetzungsprozess Beteiligten den Turbo zünden."

Andreae mahnte, die Energiewende dürfe nicht scheitern, weil Fachkräfte fehlten. Um mehr junge Menschen und insbesondere auch Frauen für Berufe der Energiewirtschaft zu begeistern, brauche es auch Unterstützung der Politik.

T.Bennett--TNT

Empfohlen

Studie: Jobpotenzial der Energiewende droht ungenutzt zu bleiben

Die Energiewende birgt laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung erhebliches Potenzial für Beschäftigung - doch aktuelle Gesetzesvorhaben der Bundesregierung drohen die Entwicklung demnach zu bremsen. Bis 2035 sei eine Beschäftigung von 706.000 Menschen in den Erneuerbaren Energien möglich, rund 270.000 mehr als 2025, teilte die Stiftung am Donnerstag in Gütersloh mit. Der derzeitige Kurs der Politik hemme jedoch Investitionen, wodurch bis Mitte des kommenden Jahrzehnts lediglich 519.500 Beschäftigte erreicht werden könnten.

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen Herbstprognose vor

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute legen am Donnerstag in Berlin ihre aktuelle Gemeinschaftsdiagnose vor (10.00 Uhr). Sie dürfte deutlich besser ausfallen als ihre Frühjahrsprognose, die sie wegen des Iran-Kriegs nach unten korrigiert hatten. Sie rechneten damals mit 0,6 Prozent Wachstum in diesem und mit 1,1 Prozent im kommenden Jahr. In den vergangenen Wochen hatten die einzelnen Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Prognosen aber bereits deutlich angehoben.

Betrieb am BER wegen Drohnensichtung kurzzeitig eingestellt

Wegen einer Drohnensichtung ist der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER am Mittwochabend vorübergehend eingestellt worden. Gegen 20.00 Uhr sei eine Drohne über dem Flughafengelände gesichtet worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei der Nachrichtenagentur AFP. Es sei dann die Nordbahn und ab 20.20 Uhr auch die Südbahn für Starts und Landungen gesperrt worden. Gegen 21.05 Uhr sei sei die Sperrung wieder aufgehoben worden.

أليكس بودي والبروفيسور الدكتور شتيفان هاوبت يتفقان على التعاون من أجل مجموعة فنية أسطورية في رومانيا

تبلورت من لقاءات عمل في برلين مبادرة ثقافية ألمانية-رومانية استثنائية: فقد اتفق رجل الأعمال الروماني أليكس بودي والمحامي وجامع الأعمال الفنية البيرليني البروفيسور الدكتور شتيفان هاوبت على نقل مجموعة «هاوبت» التي تحظى باهتمام دولي إلى رومانيا وإتاحتها للجمهور العريض هناك.

Textgröße ändern: