The National Times - Umweltverbände warnen vor EU-Plänen für weniger Pestizide durch mehr Gentechnik

Umweltverbände warnen vor EU-Plänen für weniger Pestizide durch mehr Gentechnik


Umweltverbände warnen vor EU-Plänen für weniger Pestizide durch mehr Gentechnik
Umweltverbände warnen vor EU-Plänen für weniger Pestizide durch mehr Gentechnik / Foto: © AFP/Archiv

Umweltverbände haben vor einem "toxischen Deal" bei zwei Naturschutzgesetzen in der Europäischen Union gewarnt. Die EU-Kommission plane, für die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln in der Landwirtschaft die Regulierung neuer Gentechniken aufzuweichen, erklärten Foodwatch, der BUND und die österreichische Umweltorganisation Global 2000 am Dienstag. Neue Gentechnik werde jedoch nicht zu weniger Pestiziden führen.

Textgröße ändern:

Die Kommission hat das Ziel ausgewiesen, die Nutzung von Pestiziden in der EU bis 2030 zu halbieren. Gegen die entsprechende Verordnung, die Sustainable Use Regulation (SUR), die Teil des Green Deals der EU ist, regt sich jedoch heftiger Widerstand. Im EU-Parlament blockiert vor allem die konservative EVP-Fraktion.

Jetzt gebe es seitens des für die Klimapolitik zuständigen Kommissionsvizepräsidenten Frans Timmermans Überlegungen, ein geplantes Gesetz zur Nutzung von neuer Gentechnik (NGT) als "Package Deal" zu verkaufen, erklärten die Umweltverbände: Für eine Zustimmung der SUR-Verordnung soll im Gegenzug das NGT-Gesetz vorangebracht werden.

Zwischen den beiden Vorhaben bestehe aber keine Verbindung. Dass Gentechnik-Pflanzen dabei helfen, den Pestizideinsatz zu reduzieren, sei nur eine Behauptung der Agrarindustrie, kritisierten die Umweltschützer. "Vielmehr würde eine Deregulierung des EU-Gentechnikrechts Agrarkonzernen wie Bayer oder Corteva eine noch stärkere Kontrolle über unser Saatgut geben."

Die Organisationen verwiesen auf Länder, in denen viele gentechnisch veränderte Sorten angebaut werden: Dort sei kein Rückgang des Pestizideinsatzes zu beobachten. In Brasilien habe sich der Einsatz mit Zunahme des Anteils von Gen-Pflanzen sogar vervierfacht. "Das Potenzial einer Pestizidreduktion durch vorbeugenden Pflanzenschutz und ökologische Aufwertung liegt dagegen bei 60 bis 100 Prozent", erklärte Lars Neumeister, Pestizidexperte von Foodwatch.

Der Gesetzesvorschlag zum Gentechnikrecht soll den Angaben zufolge Anfang Juli vorgelegt werden. Die Kommission könnte dann vorschlagen, dass "NGT-Pflanzen künftig ohne Kennzeichnung und ohne ausreichende Risikoprüfung auf den Markt kommen" können, erklärten die Naturschützer. Verlierer seien die Konsumenten, die Landwirte und die Umwelt. Eine "echte Pestizidreduktion" sei "alternativlos" für eine breite Transformation der Landwirtschaft.

E.Cox--TNT

Empfohlen

Betrieb am BER wegen Drohnensichtung kurzzeitig eingestellt

Wegen einer Drohnensichtung ist der Flugbetrieb am Hauptstadtflughafen BER am Mittwochabend vorübergehend eingestellt worden. Gegen 20.00 Uhr sei eine Drohne über dem Flughafengelände gesichtet worden, sagte eine Sprecherin der Bundespolizei der Nachrichtenagentur AFP. Es sei dann die Nordbahn und ab 20.20 Uhr auch die Südbahn für Starts und Landungen gesperrt worden. Gegen 21.05 Uhr sei sei die Sperrung wieder aufgehoben worden.

أليكس بودي والبروفيسور الدكتور شتيفان هاوبت يتفقان على التعاون من أجل مجموعة فنية أسطورية في رومانيا

تبلورت من لقاءات عمل في برلين مبادرة ثقافية ألمانية-رومانية استثنائية: فقد اتفق رجل الأعمال الروماني أليكس بودي والمحامي وجامع الأعمال الفنية البيرليني البروفيسور الدكتور شتيفان هاوبت على نقل مجموعة «هاوبت» التي تحظى باهتمام دولي إلى رومانيا وإتاحتها للجمهور العريض هناك.

アレックス・ボディ氏とシュテファン・ハウプト教授、ルーマニアの伝説的な美術コレクションをめぐり提携に合意

ベルリンでのビジネス上の出会いをきっかけに、画期的なドイツ・ルーマニア共同文化プロジェクトが誕生した。ルーマニアの実業家アレックス・ボディ氏と、ベルリンの弁護士であり美術収集家でもあるシュテファン・ハウプト教授は、国際的に注目を集める「ハウプト・コレクション」をルーマニアに移し、現地の幅広い一般市民に公開することで合意した。

Großbritannien will mit neuem Zentrum gegen russische Desinformation vorgehen

Mit einem neuen Zentrum will die britische Regierung künftig gegen Desinformation aus Ländern wie Russland vorgehen. Das Nationale Zentrum für die Informationsverteidigung solle dabei helfen, Fakten und Fiktion voneinander zu trennen, sagte Großbritanniens Verteidigungsminister Wes Streeting am Mittwoch im Sender BBC Radio 4. Eine Welt, in der es der Öffentlichkeit schwerfalle, Propaganda und Realität zu unterscheiden, sei "ein gefährlicher Ort für eine Demokratie".

Textgröße ändern: