The National Times - Ifo-Institut: Kurzarbeit im Februar leicht gesunken

Ifo-Institut: Kurzarbeit im Februar leicht gesunken


Ifo-Institut: Kurzarbeit im Februar leicht gesunken
Ifo-Institut: Kurzarbeit im Februar leicht gesunken

Die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland ist laut Schätzung des Ifo-Instituts im Februar leicht gesunken. Im vergangenen Monat waren 877.000 Menschen in Kurzarbeit, nach 920.000 im Januar, wie das Münchener Wirtschaftsforschungsinstitut am Freitag mitteilte. Die Quote im Februar betrug demnach 2,6 Prozent der Beschäftigten.

Textgröße ändern:

"In den unterschiedlichen Branchen gab es gegenläufige Entwicklungen", erklärte Ifo-Experte Stefan Sauer. Im Gastgewerbe etwa sank die Zahl - von 275.000 auf 242.000 Beschäftigte. Der Anteil sank damit von 25,9 Prozent auf 22,8 Prozent. Auch in der Industrie ging der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit zurück, auf 7,7 Prozent. Im Einzelhandel dagegen stieg die Zahl, hier waren im Februar 8,5 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit.

Vor der Corona-Pandemie hatte die Zahl der Kurzarbeitenden im Februar 2020 bei 134.000 gelegen. Im März war sie auf 2,6 Millionen gesprungen und im April 2020 hatte sie den Rekordwert von rund sechs Millionen erreicht. Der vorherige Höchstwert während der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise hatte im Frühjahr 2009 bei 1,5 Millionen Kurzarbeitenden gelegen.

Die Schätzungen des Ifo basieren auf Umfragen des Forschungsinstituts sowie Zahlen der Bundesagentur für Arbeit.

T.Cunningham--TNT

Empfohlen

Arbeitgeberverband Gesamtmetall rechnet mit Abbau von bis zu 150.000 Jobs 2026

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall erwartet in diesem Jahr den Abbau von bis zu 150.000 Stellen in der Metall- und Elektroindustrie. "Wir sind mitten in einer Deindustrialisierung und die Aussichten sind sehr düster. Die Situation ist wirklich dramatisch", sagte Gesamtmetall-Chef Oliver Zander den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Sonntag. Der Standort Deutschland habe ein Kostenproblem.

Bahngewerkschaft warnt vor Personalflucht wegen zunehmender Gewalt

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat vor Kündigungen bei der Bahn wegen der zunehmenden Gewalt gewarnt. Eine Umfrage unter ihren Mitgliedern, über die am Freitagabend das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete, ergab, dass fast jeder dritte Mitarbeiter über eine Kündigung nachdenkt. Viele nannten demnach als Grund den Anstieg von Unsicherheit und Gewalt. "Einen so massiven Personalverlust kann kein Unternehmen kompensieren", warnte der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch. Die Deutsche Bahn verwies am Samstag auf ein vor wenigen Wochen beschlossenes Maßnahmenpaket für mehr Sicherheit.

Bundeslandwirtschaftsministerium bekräftigt: Ausnahmen vom Mindestlohn nicht möglich

Das CSU-geführte Bundeslandwirtschaftsministerium hat bekräftigt, dass Ausnahmen vom Mindestlohn für Saisonarbeitskräfte nicht zulässig sind. Eine Prüfung habe im vergangenen Jahr ergeben, dass es keine Ausnahmen vom Mindestlohn geben könne, erklärte das Ministerium auf eine Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) hatte die Prüfung in Auftrag gegeben. Beim CDU-Parteitag im Februar stimmten die Teilnehmer dennoch einstimmig für einen Antrag, der Ausnahmen beim Mindestlohn für Agrar-Saisonarbeiter fordert.

Streit zwischen Ukraine und Ungarn: EU-Kommission kritisiert Selenskyj-Äußerungen

Im Streit zwischen Ungarn und der Ukraine wegen blockierter Finanzhilfen und unterbrochener Öllieferungen haben Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei der EU-Kommission für Unmut gesorgt. Die EU-Kommission verurteilte eine offenbar an Ungarns Regierungschef Viktor Orban gerichtete Drohung Selenskyjs am Freitag als "inakzeptabel". Unterdessen kehrten sieben im Zuge des Streits in Ungarn zeitweise festgenommene ukrainische Bankangestellte in ihre Heimat zurück.

Textgröße ändern: