The National Times - Neues Düngegesetz soll noch in diesem Jahr in Kraft treten

Neues Düngegesetz soll noch in diesem Jahr in Kraft treten


Neues Düngegesetz soll noch in diesem Jahr in Kraft treten
Neues Düngegesetz soll noch in diesem Jahr in Kraft treten / Foto: © AFP

Das neue verschärfte Düngegesetz soll nach dem Willen des Bundeslandwirtschaftsministeriums noch in diesem Jahr in Kraft treten. Das Ministerium startete am Donnerstag die Anhörung von Bundesländern und Verbänden. Das Kabinett soll den Gesetzentwurf demnach noch vor dem Sommer beschließen.

Textgröße ändern:

Das geplante Düngepaket - Düngegesetz und die sogenannte Stoffstrombilanz-Verordnung - soll Strafzahlungen an die EU dauerhaft abwenden, den landwirtschaftlichen Betrieben Planungssicherheit geben und Ressourcen schützen, wie das Ministerium erklärte. Die EU-Kommission hatte die Bundesregierung seit 2012 immer wieder aufgefordert, die Düngeregeln zu verschärfen. Andernfalls drohen hohe Strafzahlungen.

Einige Regionen in Deutschland kämpfen seit Jahren mit hohen Nitratbelastungen in ihren Gewässern, wie das Ministerium betonte. Betroffen seien vor allem Regionen mit intensiver Tierhaltung oder intensivem Gemüseanbau. Zu hohe Stickstoffeinträge in die Böden gefährdeten die biologische Vielfalt, überdüngten die Gewässer und verschärften die Klimakrise. Im deutschlandweiten Durchschnitt liegt der Stickstoffüberschuss demnach derzeit bei etwa 80 Kilogramm pro Hektar.

"Wir wollen und müssen drastische Strafzahlungen wegen des Verstoßes gegen die EU-Nitratrichtlinie endgültig abwenden", erklärte das Ministerium. Die EU-Kommission habe deutlich gemacht, dass sie von Deutschland ein robustes, rechtssicheres, vollzugstaugliches und auf kontrollierbaren Daten beruhendes System erwarte. Stoffstrombilanzen verpflichten landwirtschaftliche Betriebe dazu, jährlich Daten zur Zufuhr und Abgabe von Nährstoffen wie Stickstoff und Phosphor zu erheben.

F.Hughes--TNT

Empfohlen

Grünes Licht aus Brüssel: Henkel darf Spezialbeschichtungsfirma Stahl kaufen

Der Düsseldorfer Konzern Henkel mit seinen Marken Persil und Schwarzkopf darf die niederländische Spezialbeschichtungsfirma Stahl kaufen. Der EU-Kommission in Brüssel gab am Mittwoch grünes Licht für die Übernahme im Wert von 2,1 Milliarden Euro. Henkel stärkt damit sein Klebstoff-Geschäft, zu dem auch die bekannten Marken Pritt und Pattex gehören.

Regierung beschließt digitalen Kassenbon ab 2028

Statt Kassenbons auf Papier soll es ab 2028 digitale Belege geben: Das Bundeskabinett hat am Mittwoch neue Regeln für Kassenbelege auf den Weg gebracht. Der Gesetzentwurf von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sieht vor, dass Bons ab dem Jahr 2028 nicht mehr ausgedruckt, sondern in der Regel elektronisch bereitgestellt werden, zum Beispiel per E-Mail oder als QR-Code. Das Bundesfinanzministerium will damit Bürokratie abbauen und Steuer- und Finanzkriminalität bekämpfen.

Metall- und Elektroindustrie: IG Metall pocht auf fünf Prozent mehr Geld

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie pocht die IG Metall auf deutliche Verbesserungen: Der Vorstand der Industriegewerkschaft beschloss am Mittwoch die Forderung nach fünf Prozent mehr Geld und einer tariflichen Gewinnbeteiligung für "Boom-Unternehmen", wie die IG Metall mitteilte. Außerdem soll es eine "tarifliche Sicherung von Zukunft und Beschäftigung" geben.

Bundestag soll Freitag über Neuauflage des Tankrabatts abstimmen

Der Bundestag soll am Freitag über die Neuauflage des Tankrabatts abstimmen. Wie eine Sprecherin am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP sagte, wird die Steuersenkung voraussichtlich am Freitag auf die Tagesordnung des Bundestagsplenums gesetzt und an einen Tagesordnungspunkt zur Sanierung und Abwicklung von Versicherungsunternehmen (11.25 Uhr) angehängt.

Textgröße ändern: