The National Times - Eltern haben stereotype Vorstellungen bei Berufswahl ihrer Kinder

Eltern haben stereotype Vorstellungen bei Berufswahl ihrer Kinder


Eltern haben stereotype Vorstellungen bei Berufswahl ihrer Kinder
Eltern haben stereotype Vorstellungen bei Berufswahl ihrer Kinder / Foto: © AFP/Archiv

Eltern haben stereotype Vorstellungen bei der Berufswahl ihrer Kinder. Selbst bei gleichen Schulleistungen können Eltern sich technische Berufe, IT und Informatik für ihre Töchter deutlich seltener vorstellen als für ihre Söhne, wie eine am Donnerstag veröffentlichte Umfrage des Kompetenzzentrums Technik-Diversity-Chancengleichheit in Bielefeld zeigt. Andersherum können sich Eltern ihre Söhne schlechter als ihre Töchter in künstlerischen Berufen vorstellen, selbst bei ähnlichen Leistungen im Fach Kunst.

Textgröße ändern:

So halten 73 Prozent der Eltern von Töchtern mit guten oder sehr guten Kunstnoten kreative oder künstlerische Berufe für vorstellbar - aber nur 46 Prozent der Eltern von Jungen. Bei Mathematik ist es umgekehrt, hier halten 78 Prozent der Eltern von Jungen mit guten und sehr guten Schulnoten, aber nur 61 Prozent der Eltern von Mädchen das Berufsfeld für attraktiv.

Auch bei der Informatik trauen Eltern ihren Töchtern offenbar weniger zu. Selbst wenn die Tochter eine sehr gute Informatiknote hat, kann sich nur etwas mehr als die Hälfte der Eltern einen Beruf in diesem Bereich vorstellen. Bei Söhnen mit gleichen Schulleistungen sind es mehr als 80 Prozent.

Wie die Umfrage unter knapp 1600 Eltern mit Kindern zwischen zehn und 20 Jahren auch zeigt, bevorzugen Mütter und Väter für ihren Nachwuchs akademische Berufe gegenüber einer Ausbildung. So wären 83 Prozent der Eltern glücklich, wenn ihr Kind den Ingenieurberuf ergreifen würde, aber nur 57 Prozent beim Wunsch des Kfz-Mechatronikers.

Sehr schlecht schneiden in der Umfrage Pflegeberufe ab. Nur 42 Prozent der Eltern wären glücklich oder sehr glücklich über eine solche Berufswahl, 32 Prozent dagegen eher unglücklich. Ausschlaggebend sind hier vor allem die aus Sicht der Eltern schwierigen Arbeitsbedingungen in Kombination mit unzureichender Bezahlung.

Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit will bundesweit die Chancengleichheit von Frauen und Männern fördern. Es ist angekoppelt an die Fachhochschule Bielefeld und koordiniert unter anderem den "Girls'Day" und den "Boys'Day".

Lewis--TNT

Empfohlen

Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgerufen. In der Unionsfraktion verfüge der Kanzler dafür auch nach den Niederlagen bei den jüngsten Wahlen über den nötigen Rückhalt, sagte Frei am Dienstag in Berlin vor Beginn der Fraktionssitzung. "Der Bundeskanzler hat unsere Unterstützung."

Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern

Mit einer Rekordzahl von Ausstellern hat am Dienstag die Verkehrstechnik-Messe Innotrans Berlin begonnen. 3170 Aussteller und damit 200 mehr als 2024 zeigen bis Freitag ihre neuesten Fahrzeuge, wie die Messe Berlin mitteilte. Es sei "die größte Innotrans" in ihrer 30-jährigen Geschichte.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Mehrere Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Gewerkschaftsvorstand die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Der Arbeitnehmerverband Südwestmetall wies die Forderungen umgehend als "realitätsfern" zurück. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.

CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung

Die Koalition hat sich nach CSU-Angaben bereits auf eine Härtefallregelung geeinigt, um besonders belasteten langjährig Versicherten einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen. Hier seien sich Union und SPD "schon einig", die Vereinbarung müsse nun aber noch "ausformuliert" werden, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: