The National Times - VdK: "Mindestlohn unter 14 Euro führt zu Altersarmut"

VdK: "Mindestlohn unter 14 Euro führt zu Altersarmut"


VdK: "Mindestlohn unter 14 Euro führt zu Altersarmut"
VdK: "Mindestlohn unter 14 Euro führt zu Altersarmut" / Foto: © AFP/Archiv

In der Debatte um den Mindestlohn fordert der Sozialverband VdK zur Vermeidung von Altersarmut einen Anstieg auf 14 Euro."Der Mindestlohn muss auf 14 Euro steigen, damit spätere Rentnerinnen und Rentner nicht auf staatliche Hilfen angewiesen sind", erklärte VdK-Präsidentin Verena Bentele am Donnerstag. "Berechnungen belegen: Wer 45 Jahre zu einem Stundenlohn von 14 Euro gearbeitet hat, erwirtschaftet eine Rente oberhalb des Existenzminimums."

Textgröße ändern:

Ein langes Arbeitsleben dürfe nicht dazu führen, dass die Rente nicht reicht, betonte Bentele. "Das muss auch der Anspruch der Politik sein." Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) habe erkannt, "dass der Mindestlohn 2024 dringend deutlich steigen muss". Jetzt müssten Taten folgen. Schon heute kämen viele Menschen mit einem Mindestlohn von zwölf Euro nicht aus, sagte Bentele mit Verweis auf die anhaltend hohe Inflation.

"Menschen mit einem geringen Einkommen können sich gute Ernährung kaum mehr leisten", erklärte die VdK-Präsidentin weiter. Im vergangenen Jahr seien die Lebensmittelpreise um 20 Prozent gestiegen. "Höchste Zeit für einen höheren Mindestlohn: Die Mindestlohnkommission muss jetzt handeln", forderte Bentele. Bundesarbeitsminister Heil hatte kürzlich für das kommende Jahr eine deutliche Erhöhung des Mindestlohns in Aussicht gestellt.

Für die Festlegung des Mindestlohns ist ein Gremium aus Vertretern von Arbeitgebern und Arbeitnehmern zuständig. Diese ständige unabhängige Mindestlohnkommission unterbreitet der Regierung alle zwei Jahre einen Vorschlag zur Anpassung, der nächste wird im Sommer erwartet. Zuletzt war der Mindestlohn zum 1. Oktober von 10,45 Euro auf zwölf Euro pro Stunde erhöht worden. Diesen einmaligen Schritt hatte die Regierung beschlossen und nicht die eigens dafür eingesetzte Kommission.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgerufen. In der Unionsfraktion verfüge der Kanzler dafür auch nach den Niederlagen bei den jüngsten Wahlen über den nötigen Rückhalt, sagte Frei am Dienstag in Berlin vor Beginn der Fraktionssitzung. "Der Bundeskanzler hat unsere Unterstützung."

Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern

Mit einer Rekordzahl von Ausstellern hat am Dienstag die Verkehrstechnik-Messe Innotrans Berlin begonnen. 3170 Aussteller und damit 200 mehr als 2024 zeigen bis Freitag ihre neuesten Fahrzeuge, wie die Messe Berlin mitteilte. Es sei "die größte Innotrans" in ihrer 30-jährigen Geschichte.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Mehrere Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Gewerkschaftsvorstand die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Der Arbeitnehmerverband Südwestmetall wies die Forderungen umgehend als "realitätsfern" zurück. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.

CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung

Die Koalition hat sich nach CSU-Angaben bereits auf eine Härtefallregelung geeinigt, um besonders belasteten langjährig Versicherten einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen. Hier seien sich Union und SPD "schon einig", die Vereinbarung müsse nun aber noch "ausformuliert" werden, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: