The National Times - Ein Jahr nach Skandal um Tiefkühlpizzen will Nestlé Firma in Frankreich schließen

Ein Jahr nach Skandal um Tiefkühlpizzen will Nestlé Firma in Frankreich schließen


Ein Jahr nach Skandal um Tiefkühlpizzen will Nestlé Firma in Frankreich schließen
Ein Jahr nach Skandal um Tiefkühlpizzen will Nestlé Firma in Frankreich schließen / Foto: © AFP/Archiv

Etwa ein Jahr nach Bekanntwerden eines Skandals um gesundheitsschädliche Tiefkühlpizzas des Herstellers Buitoni hat der Mutterkonzern Nestlé die Schließung des betroffenen Betriebs im nordfranzösiscen Caudry angekündigt. Grund dafür sei die stark gesunkene Nachfrage, teilte Nestlé am Donnerstag mit. Der Konzern suche nach einem Kandidaten, der die Produktionsstätte übernehmen wolle. Für die etwa 140 Angestellten werde nach einer Lösung gesucht.

Textgröße ändern:

Im Februar 2022 hatte es in Frankreich mehrere Fälle gegeben, bei denen Kinder durch das Bakterium E.coli Nierenschwäche erlitten. Zwei Kinder starben. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden ließ sich in mehreren Fällen eine Verbindung zu den Buitoni-Tiefkühlpizzen der Marke Fraîch'Up herstellen, bei denen der Teig roh eingefroren ist.

Die Justiz nahm im Mai Vorermittlungen in zwei Fällen wegen fahrlässiger Tötung und in 14 weiteren Fällen wegen fahrlässiger Verletzung auf. Die Produktion in Caudry wurde zunächst eingestellt. Im vergangenem Dezember nahm Buitoni die Herstellung von Tiefkühl-Pizzen mit gebackenem Teig wieder auf.

Nach Aussagen von Nestlé könnte kontaminiertes Mehl die Ursache gewesen sein. Die Gesundheitsbehörde verwies ihrerseits auf unzulängliche hygienische Verhältnisse und die Präsenz von Nagetieren in der Produktionsstätte.

Am Donnerstag demonstrierten etwa 100 Beschäftigte gegen die Schließung des Betriebs. "Hier in der Gegend ist es schwer, Arbeit zu finden", sagte Stéphane Derammelaere von der Gewerkschaft Force Ouvrière. Viele Angestellte seien über 50 Jahre alt. "Wir verlieren nicht nur die Arbeit, sondern auch eine Familie", sagte der 49 Jahre alte Christophe Dumez, der seit drei Jahrzehnten bei Buitoni arbeitet.

D.S.Robertson--TNT

Empfohlen

Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgerufen. In der Unionsfraktion verfüge der Kanzler dafür auch nach den Niederlagen bei den jüngsten Wahlen über den nötigen Rückhalt, sagte Frei am Dienstag in Berlin vor Beginn der Fraktionssitzung. "Der Bundeskanzler hat unsere Unterstützung."

Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern

Mit einer Rekordzahl von Ausstellern hat am Dienstag die Verkehrstechnik-Messe Innotrans Berlin begonnen. 3170 Aussteller und damit 200 mehr als 2024 zeigen bis Freitag ihre neuesten Fahrzeuge, wie die Messe Berlin mitteilte. Es sei "die größte Innotrans" in ihrer 30-jährigen Geschichte.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Mehrere Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Gewerkschaftsvorstand die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Der Arbeitnehmerverband Südwestmetall wies die Forderungen umgehend als "realitätsfern" zurück. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.

CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung

Die Koalition hat sich nach CSU-Angaben bereits auf eine Härtefallregelung geeinigt, um besonders belasteten langjährig Versicherten einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen. Hier seien sich Union und SPD "schon einig", die Vereinbarung müsse nun aber noch "ausformuliert" werden, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: