The National Times - Chinas Regierungschef: Erreichen von Wachstumsziel nicht einfach

Chinas Regierungschef: Erreichen von Wachstumsziel nicht einfach


Chinas Regierungschef: Erreichen von Wachstumsziel nicht einfach
Chinas Regierungschef: Erreichen von Wachstumsziel nicht einfach / Foto: © AFP

Chinas neuer Regierungschef Li Qiang hat am Montag davor gewarnt, dass das Erreichen des diesjährigen Wachstumsziels nicht einfach werde. Er griff auf einer Pressekonferenz in Peking zum Abschluss des Nationalen Volkskongresses auch die USA an. Präsident Xi Jinping unterstrich in seiner ersten Rede seit seiner Bestätigung für eine historische dritten Amtszeit die Notwendigkeit, die nationale Sicherheit zu stärken.

Textgröße ändern:

Das für dieses Jahr gesetzte Wachstumsziel Chinas ist eines der niedrigsten seit Jahrzehnten. Dennoch warnte Chinas neuer Ministerpräsident Li: "Ich fürchte, dass es nicht einfach sein wird, unser Wachstumsziel von rund fünf Prozent zu erreichen, und dass wir unsere Anstrengungen verdoppeln müssen."

Das Ziel sei nach einer "umfassenden Abwägung verschiedener Faktoren" festgelegt worden. Li warnte vor "vielen neuen Herausforderungen" für das Wachstum. Gleichzeitig relativierte er dessen Bedeutung für die Bevölkerung. Die meisten Menschen richteten "nicht jeden Tag ihren Blick" auf die Wirtschaftsindikatoren des Landes, räumte er ein. Sie interessierten sich stärker für Themen, die sie direkt beträfen, wie Wohnen, Beschäftigung, Einkommen, Bildung und Gesundheit.

Li griff außerdem die USA an, zu denen China seit längerem ein äußerst angespanntes Verhältnis hat. "Einkesselung und Unterdrückung sind für niemanden von Vorteil", sagte er. "China und die Vereinigten Staaten sollten zusammenarbeiten, und müssen das auch. Wenn China und die USA zusammenarbeiten, können wir viel erreichen."

Li war am Samstag zum neuen Regierungschef gewählt worden. Er ist einer der engsten Vertrauten von Präsident Xi. Dieser hatte sich zuvor vom Nationalen Volkskongress eine historische dritte Amtszeit absegnen lassen.

In seiner ersten Rede seit der Bestätigung für eine dritte Amtszeit unterstrich Xi zum Ende der Versammlung die Notwendigkeit, die nationale Sicherheit zu stärken. "Sicherheit ist das Fundament der Entwicklung, während Stabilität eine Voraussetzung für Wohlstand ist", sagte er vor den Delegierten. Die Verteidigung müsse vorangetrieben und die Streitkräfte müssten "zu einer Großen Mauer aus Stahl" ausgebaut werden, die die nationale Souveränität, die Sicherheit und die Entwicklungsinteressen wirksam schütze.

Xi kritisierte zudem die "äußeren Kräfte", die sich in den Konflikt um Taiwan einmischen würden. China betrachtet die seit 1949 abgespaltene Insel als abtrünniges Gebiet und will sie wieder mit dem Festland vereinigen - notfalls mit militärischer Gewalt. Peking kritisiert die Annäherung, die in den vergangenen Jahren zwischen Washington und Taipeh stattgefunden hat.

F.Harris--TNT

Empfohlen

Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgerufen. In der Unionsfraktion verfüge der Kanzler dafür auch nach den Niederlagen bei den jüngsten Wahlen über den nötigen Rückhalt, sagte Frei am Dienstag in Berlin vor Beginn der Fraktionssitzung. "Der Bundeskanzler hat unsere Unterstützung."

Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern

Mit einer Rekordzahl von Ausstellern hat am Dienstag die Verkehrstechnik-Messe Innotrans Berlin begonnen. 3170 Aussteller und damit 200 mehr als 2024 zeigen bis Freitag ihre neuesten Fahrzeuge, wie die Messe Berlin mitteilte. Es sei "die größte Innotrans" in ihrer 30-jährigen Geschichte.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Mehrere Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Gewerkschaftsvorstand die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Der Arbeitnehmerverband Südwestmetall wies die Forderungen umgehend als "realitätsfern" zurück. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.

CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung

Die Koalition hat sich nach CSU-Angaben bereits auf eine Härtefallregelung geeinigt, um besonders belasteten langjährig Versicherten einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen. Hier seien sich Union und SPD "schon einig", die Vereinbarung müsse nun aber noch "ausformuliert" werden, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: