The National Times - Wehrbeauftragte: "Der Bundeswehr fehlt es an allem"

Wehrbeauftragte: "Der Bundeswehr fehlt es an allem"


Wehrbeauftragte: "Der Bundeswehr fehlt es an allem"
Wehrbeauftragte: "Der Bundeswehr fehlt es an allem" / Foto: © AFP/Archiv

Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), hat vor der Vorlage ihres Jahresberichts am Dienstag die nach wie vor mangelhafte Ausstattung und Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten kritisiert. "Der Bundeswehr fehlt es an allem", sagte Högl am Montag dem Sender RTL/ntv. Dies umfasse sowohl die "persönliche Ausrüstung, kleineres Gerät, Nachtsichtgeräte, Funkgeräte, aber auch das große Gerät". Die Soldatinnen und Soldaten "kämpfen jeden Tag mit dem Mangel".

Textgröße ändern:

Das behindere die Ausbildung und die Übungen, sagte Högl weiter. "Die Infrastruktur muss flottgemacht werden, die Kasernen sind in keinem guten Zustand und wir brauchen auch Geld für den laufenden Betrieb, für Personal." Es gebe zudem auch bei der Bundeswehr gestiegene Energiekosten. "Also da ist eine ganze Menge, was verbessert werden muss", betonte die Wehrbeauftragte, die am Dienstag ihren Jahresbericht 2022 vorstellt.

Zur Aussage von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD), dass die deutschen Streitkräfte nicht verteidigungsfähig seien, sagte Högl: "Das ist bemerkenswert, dass der Bundesverteidigungsminister das so deutlich formuliert. Und ja, unsere Soldatinnen und Soldaten wissen das und sehen das ganz genauso."

Mit Blick auf den Streit um den Bundeshaushalt 2024 und die von Pistorius geforderten zehn Milliarden Euro mehr für die Truppe sagte Högl: "Ich weiß auch nicht, wie das ausgeht, aber das ist erst mal eine realistische Forderung." Die Bundeswehr brauche das Geld. Sie drücke dem Minister "die Daumen, dass er sich durchsetzt".

T.Ward--TNT

Empfohlen

Frei mahnt rasche Reformen an - und sagt Merz Rückhalt der Fraktion zu

Unionsfraktionschef Thorsten Frei (CDU) hat die Koalition zu einer unbeirrten Fortsetzung des Reformkurses unter Führung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) aufgerufen. In der Unionsfraktion verfüge der Kanzler dafür auch nach den Niederlagen bei den jüngsten Wahlen über den nötigen Rückhalt, sagte Frei am Dienstag in Berlin vor Beginn der Fraktionssitzung. "Der Bundeskanzler hat unsere Unterstützung."

Verkehrstechnik-Messe Innotrans in Berlin eröffnet - Rekordzahl von Ausstellern

Mit einer Rekordzahl von Ausstellern hat am Dienstag die Verkehrstechnik-Messe Innotrans Berlin begonnen. 3170 Aussteller und damit 200 mehr als 2024 zeigen bis Freitag ihre neuesten Fahrzeuge, wie die Messe Berlin mitteilte. Es sei "die größte Innotrans" in ihrer 30-jährigen Geschichte.

IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn - Arbeitgeber: "Realitätsfern"

In der anstehenden Tarifrunde für 3,7 Millionen Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall fünf Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Mehrere Bezirke teilten am Dienstag die Beschlüsse ihrer Tarifkommissionen mit - am Mittwoch soll der Gewerkschaftsvorstand die Forderung für die gesamte IG Metall beschließen. Der Arbeitnehmerverband Südwestmetall wies die Forderungen umgehend als "realitätsfern" zurück. Die Tarifverhandlungen beginnen im Oktober.

CSU-Politiker Hoffmann: Koalition einig bei Härtefallregelung für Frühverrentung

Die Koalition hat sich nach CSU-Angaben bereits auf eine Härtefallregelung geeinigt, um besonders belasteten langjährig Versicherten einen früheren Renteneintritt zu ermöglichen. Hier seien sich Union und SPD "schon einig", die Vereinbarung müsse nun aber noch "ausformuliert" werden, sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann am Dienstag in Berlin.

Textgröße ändern: