The National Times - Zahl der Aktionäre in Deutschland trotz Krisen auf Rekordniveau

Zahl der Aktionäre in Deutschland trotz Krisen auf Rekordniveau


Zahl der Aktionäre in Deutschland trotz Krisen auf Rekordniveau
Zahl der Aktionäre in Deutschland trotz Krisen auf Rekordniveau / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Trotz der diversen Krisen hat die Zahl der Aktionäre in Deutschland im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. 12,9 Millionen Menschen hatten Geld in Aktien, Aktienfonds oder ETFs angelegt, erklärte das Deutsche Aktieninstitut am Dienstag. Das seien etwas mehr als im bisherigen Rekordjahr 2001 gewesen und rund 830.000 mehr Menschen als im Vorjahr. 18,3 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren sind demnach am Aktienmarkt aktiv.

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Börsenkurse weltweit waren im Zuge des russischen Angriffs auf die Ukraine und der darauffolgenden Energie- und Inflationskrise eingebrochen. "Neuaktionäre haben die Kurskorrekturen für den Einstieg in den Aktienmarkt genutzt, während erfahrene Anlegerinnen und Anleger investiert blieben", erklärte Christine Bortenlänger, Geschäftsführerin des Deutschen Aktieninstituts (DAI).

Laut Institut sind besonders junge Menschen zunehmend an der Börse aktiv: Rund 600.000 junge Erwachsene unter 30 Jahren "wagten sich auf das Börsenparkett", ein Anstieg um 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - der stärkste Anstieg im Vergleich aller Altersgruppen.

Aktienbasierte Fonds und ETFs sind den Angaben zufolge die beliebteste Anlageform. 7,6 Millionen Menschen legten ausschließlich darin Geld an. 2,9 Millionen Anleger kombinierten Fonds mit Einzelaktien, 2,4 Millionen kauften ausschließlich Aktien. Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung bekannter Indizes abbildet.

Nach wie vor interessieren sich Männer deutlich häufiger für Aktienanlagen als Frauen: "Nur ein Drittel der Menschen, die in Deutschland mit Aktien sparen, ist weiblich", erklärte das DAI. 2022 entschieden sich aber mehr Frauen als Männer neu für Aktien, Fonds oder ETFs - es stand 482.000 zu 338.000.

N.Roberts--TNT

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