The National Times - Deutsche Exporte legen wegen Preissteigerungen im Jahresvergleich deutlich zu

Deutsche Exporte legen wegen Preissteigerungen im Jahresvergleich deutlich zu


Deutsche Exporte legen wegen Preissteigerungen im Jahresvergleich deutlich zu
Deutsche Exporte legen wegen Preissteigerungen im Jahresvergleich deutlich zu / Foto: © AFP

Die deutschen Exporte sind im November vor allem wegen der starken Preissteigerungen im Jahresvergleich stark gewachsen. Deutschland exportierte Waren im Wert von 143,6 Milliarden Euro - 14 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Auch die Importe legten deutlich zu, die Außenhandelsbilanz blieb demnach im Jahresvergleich stabil.

Textgröße ändern:

Die Ausfuhren nach Russland brachen um 52,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro ein, wie die Statistiker ausführten. Ausgeglichen wurde dies maßgeblich durch einen starken Anstieg der Ausfuhren in die USA um 30,9 Prozent. Mit 14,4 Milliarden Euro sind die USA der wichtigste Abnehmer deutscher Produkte, insbesondere von Autos und Autoteilen sowie Maschinen.

Die Exporte in weitere wichtige Partnerländer stiegen ebenfalls, aber weniger stark: nach Frankreich um 12,0 Prozent auf 10,5 Milliarden Euro und in die Niederlande um 13,7 Prozent auf 10,1 Milliarden Euro.

Die Importe legten laut Statistischem Bundesamt im Jahresvergleich um 15,5 Prozent auf 132,4 Milliarden Euro zu. Wichtigster Handelspartner war hier China: Das Importvolumen stieg um 19,6 Prozent auf 17 Milliarden Euro. Die Importe aus Russland nahmen hingegen um 56,2 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro ab. Ohne die Preissteigerungen insbesondere bei Energie wäre der Rückgang noch sehr viel stärker ausgefallen.

Insgesamt überstieg der Wert der Exporte im November den der Importe laut Statistikamt um 11,3 Milliarden Euro - genauso viel wie im November 2021.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Heizkosten 2025 wieder gestiegen - fossile Heizungen "langfristig immer teurer"

Die Heizkosten sind 2025 nach einer Entspannung in den beiden Vorjahren wieder gestiegen - und auch für 2026 rechnet die Beratungsgesellschaft co2online mit weiteren Kostensteigerungen. Langfristig werden fossile Heizungen "immer teurer", erklärte co2online am Dienstag. Laut dem jährlich zusammen mit dem Deutschen Mieterbund erhobenen Heizspiegel können 90 Prozent aller Haushalte ihre Heizkosten heute senken.

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

Textgröße ändern: