The National Times - Intelligente Stromzähler sollen künftig leichter eingebaut werden können

Intelligente Stromzähler sollen künftig leichter eingebaut werden können


Intelligente Stromzähler sollen künftig leichter eingebaut werden können
Intelligente Stromzähler sollen künftig leichter eingebaut werden können / Foto: © AFP

Intelligente Strommessgeräte sollen künftig leichter in Wohnungen und öffentlichen Gebäuden installiert werden können. Das Kabinett beschloss am Mittwoch einen Gesetzentwurf zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende, der vor allem einen engen zeitlichen Fahrplan aufstellt. Spätestens ab 2025 sollen alle Verbraucherinnen und Verbraucher die sogenannten Smart Meter nutzen können, wie die Regierung betonte. Dann sind Lieferanten auch verpflichtet, Letztverbrauchern mit intelligenten Messgeräten "dynamische Stromtarife" anzubieten.

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Bis 2030 sollen nach Angaben des Wirtschaftsministeriums die meisten Haushalte und Großverbraucher wie Unternehmen, Schulen und Schwimmbäder dann damit ausgestattet sein. Smart Meter können den eigenen Verbrauch transparent machen und die Stromkosten anzeigen. Sie sind außerdem Voraussetzung für dynamische Stromtarife, die etwa günstigeren Strom zu Tageszeiten von allgemein niedrigerem Verbrauch bieten.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hatte zwar schon im Februar 2020 den Startschuss für den flächendeckenden Einbau intelligenter Stromzähler gegeben. Dieser "Rollout" gehe aber nicht mit der Geschwindigkeit voran, die für die Energiewende notwendig sei, heißt es im Gesetzentwurf - daher nun der "Neustart". Grund für die Verzögerung ist unter anderem ein hoher Verwaltungsaufwand.

Wegfallen soll außerdem die bislang geltende Drei-Hersteller-Regel, wonach für jede Entwicklungsstufe die Zertifizierung von drei voneinander unabhängigen Herstellern erforderlich war. So soll der Prozess zusätzlich beschleunigt werden.

Das Gesetz soll nach dem Willen der Regierung schon im Frühjahr dieses Jahres in Kraft treten. Die Regierung verspricht sich vom Einbau der Smart Meter auch eine bessere Datengrundlage über Stromerzeugung und -verbrauch für Netzbetreiber und andere Marktakteure.

Der Ausbau der Erneuerbaren und der stärkere Einsatz von Elektroautos und Wärmepumpen "erfordern eine intelligente Verknüpfung von Stromerzeugung und -verbrauch", erklärte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). "Unser zukünftiges Energiesystem wird wesentlich flexibler und damit auch komplexer werden und dafür brauchen wir Smart Meter und eine Digitalisierung der Energiewende." Der Rollout werde nun "systematisiert, beschleunigt und entbürokratisiert".

Bei den Kosten ist vorgesehen, dass Privathaushalte und Kleinanlagenbetreiber künftig nicht mehr als 20 Euro pro Jahr für ein intelligentes Messsystem zahlen sollen. Das sei in den meisten Fällen "deutlich weniger als bisher", präzisierte das Wirtschaftsministerium. Dafür sollen die Netzbetreiber stärker an den Kosten beteiligt werden.

L.A.Adams--TNT

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