The National Times - Bundesregierung plant Regeln für die Putenhaltung

Bundesregierung plant Regeln für die Putenhaltung


Bundesregierung plant Regeln für die Putenhaltung
Bundesregierung plant Regeln für die Putenhaltung / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP/Archiv

Die Bundesregierung will erstmals die Haltung von Puten in Deutschland reglementieren. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" (Mittwochausgabe) unter Berufung auf ein Eckpunktepapier des Bundeslandwirtschaftsministeriums von Cem Özdemir (Grüne) berichtete, sollen Puten in die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung aufgenommen werden, in der sie bislang fehlen. Die Pläne des Ministeriums würden demnach dazu führen, dass künftig deutlich weniger Tiere pro Stall gehalten werden könnten.

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Laut "NOZ" sehen die Eckpunkte vor, dass pro Quadratmeter Stallfläche etwa 40 Kilogramm Lebendgewicht gehalten werden, was etwa 1,9 männlichen Tieren entspricht. Eine Selbstverpflichtung der Wirtschaft erlaubt derzeit maximal 58 Kilo Lebendgewicht beziehungsweise drei Tiere pro Quadratmeter.

Der Geschäftsführer des Zentralverbandes der Geflügelwirtschaft (ZDG), Wolfgang Schleicher, bezeichnete die Pläne als "realitätsverweigernde Traumtänzerei". Würden die Eckpunkte nicht angepasst, werde sich der Verband juristisch dagegen wehren. In anderen EU-Ländern sei eine sogenannte Besatzdichte von bis zu 70 Kilogramm Lebendgewicht erlaubt. Die Özdemir-Pläne läuteten das Ende der deutschen Putenhaltung ein; das Fleisch werde dann günstiger aus dem Ausland importiert.

Der Tierschutzbund forderte dagegen, nicht nur die Haltungsbedingungen zu verbessern. Auch das routinemäßige Schnabelkürzen bei Putenküken müsse beendet werden. "Wer Puten nur mit schmerzhaftem Schnabelkürzen halten kann, der darf keine Erlaubnis mehr erhalten", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der "NOZ". Das tierschutzwidrige Haltungssystem gehört verboten und auch nicht in einem Übergang weiter erlaubt".

C.Blake--TNT

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