The National Times - Krankenkassen fordern mehr Tempo bei Digitalisierung der Arztpraxen

Krankenkassen fordern mehr Tempo bei Digitalisierung der Arztpraxen


Krankenkassen fordern mehr Tempo bei Digitalisierung der Arztpraxen
Krankenkassen fordern mehr Tempo bei Digitalisierung der Arztpraxen / Foto: © dpa/AFP/Archiv

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) fordert mehr Tempo bei der Digitalisierung der Arztpraxen. Es sei richtig, dass nach Plänen von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) künftig jeder Versicherte die elektronische Patientenakte bekommen solle, wenn er nicht aktiv widerspreche, sagte die GKV-Verbandsvorsitzende Doris Pfeiffer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Samstag. Der Minister müsse jetzt aber endlich die konkreten Regeln dafür vorlegen, forderte sie.

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Wichtig sei es, dass die Ärzte verpflichtet würden, die Daten zu speichern, wenn der Patient nicht ausdrücklich widerspreche. Zudem müssten alle Ärzte eines Patienten dessen Daten sehen können, wenn dieser nicht aktiv "Nein" dazu sage, so Pfeiffer.

"Im Moment sind viele Arztpraxen überhaupt nicht in der Lage, die elektronische Patientenakte zu nutzen", sagte die Verbandsvorsitzende weiter. "Die Bereitschaft ist weder bei Ärzten noch bei Patienten groß." Von den rund 74 Millionen gesetzlich Versicherten würden aktuell gerade einmal 570.000 die elektronische Patientenakte nutzen.

Die elektronische Patientenakte gilt als ein digitales Vorzeigeprojekt im deutschen Gesundheitswesen, allerdings wird deren Einführung vielfach als schleppend kritisiert. Seit Anfang vergangenen Jahres können Versicherte sie auf freiwilliger Basis in einer ersten Ausbaustufe nutzen. Es handelt sich um eine App für Smartphones oder Tablets, in der etwa eingescannte Arztbefunde gespeichert und dann in anderen Praxen zur Ansicht freigegeben werden können.

F.Adams--TNT

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