The National Times - Energiewirtschaft ruft zu Innovationsschub für Erneuerbare und Netze 2023 auf

Energiewirtschaft ruft zu Innovationsschub für Erneuerbare und Netze 2023 auf


Energiewirtschaft ruft zu Innovationsschub für Erneuerbare und Netze 2023 auf
Energiewirtschaft ruft zu Innovationsschub für Erneuerbare und Netze 2023 auf / Foto: © AFP/Archiv

Im Kampf gegen die Energiekrise ruft die Energiewirtschaft zu einem Innovationsschub im kommenden Jahr auf. "2023 muss neuen Schub bringen für Investitionen in erneuerbare Energien, in Wasserstoff, in wasserstofffähige Gaskraftwerke und Energienetze", sagte am Dienstag die Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Kerstin Andreae. "Wir brauchen schlankere Verfahren und Prozesse, wir brauchen eine Gelingenshaltung bis in jede Amtsstube", forderte sie.

Textgröße ändern:

Im zu Ende gehenden Jahr gab es schon "deutliche Veränderungen im Strommix" hierzulande: Der Anteil des teuren Erdgases an der Stromerzeugung ging von 15,4 Prozent auf 13,5 Prozent zurück, wie der BDEW berechnete. Der Anteil der Erneuerbaren stieg von 40,5 auf 44,6 Prozent.

Eine Zunahme gab es allerdings auch beim Anteil von Braun- und Steinkohle, und zwar von 28,3 Prozent auf 31,9 Prozent. Das sei zum einen auf die Rückkehr von Kohlekraftwerken ans Netz zurückzuführen, erklärte der BDEW; auch die stillgelegten Kernenergie-Kapazitäten und der geringere Einsatz der Gaskraftwerke führten zu einer höheren Auslastung.

Die Folge: Erstmals seit vielen Jahren stiegen die CO2-Emissionen der Energiewirtschaft. 260 Millionen Tonnen Kohlendioxid wurden 2022 in die Luft geblasen. Im Vergleich zum Referenzjahr 1990 sind das zwar 44 Prozent niedrigere Emissionen - das Ziel für die Energiewirtschaft lag für dieses Jahr aber bei 45 Prozent oder 257 Millionen Tonnen CO2.

"Diese Entwicklung ist für das Klima natürlich ein Rückschritt. Wir müssen deshalb alles tun, um so schnell wie möglich wieder in die Spur zu kommen", sagte Andreae.

J.Sharp--TNT

Empfohlen

Düngemittel-Deal: Trump will Kalisalz aus Belarus statt aus Kanada kaufen

US-Präsident Donald Trump bereitet nach eigenen Angaben ein "umfassendes" Abkommen mit Belarus über den Kauf von Kalisalz vor. "Der Preis wäre deutlich niedriger als das, was wir heute an Kanada zahlen", erklärte Trump am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social. Dies sei eine "sehr gute Nachricht für unsere Bauern und Viehzüchter".

Zehntausende Beschäftigte protestieren gegen "Kahlschlag" in der Autoindustrie

Mit Betriebsversammlungen, Kundgebungen und Demonstrationen haben bundesweit zehntausende Beschäftigte der Automobilindustrie gegen einen "Kahlschlag" in ihrer Branche demonstriert. Die IG Metall erklärte am Montag, an dem von ihr ausgerufenen Aktionstag Autoindustrie beteiligten sich rund 175.000 Beschäftigte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

IG Metall: 175.000 Beschäftigte beim Aktionstag Automobilindustrie

Rund 175.000 Beschäftigte in der Automobilindustrie haben nach Angaben der Gewerkschaft IG Metall am Montag an bundesweiten Aktionen gegen Stellenabbau und Werksschließungen demonstriert. Sie beteiligten sich an insgesamt rund 280 Aktionen, wie die Gewerkschaft am Montag mitteilte. IG-Metall-Chefin Christiane Benner erklärte: "Beschäftigte sind nicht länger bereit, für eine Krise zu zahlen, die sie nicht verschuldet haben."

"Trassenrabatt": Nahverkehrsunternehmen fordern Unterstützung

Analog zum Tankrabatt der Bundesregierung fordern Schienenverkehrsunternehmen einen "Trassenrabatt". Mit den 800 Millionen Euro, die der Tankrabatt pro Monat koste, könne die Finanzlücke beim Schienenpersonennahverkehr (SPNV) für zwei Jahre geschlossen werden, rechnete der Bundesverband Schienennahverkehr am Montag vor. "Vom SPNV profitieren dabei aber 2,75 Milliarden Fahrgäste pro Jahr."

Textgröße ändern: