The National Times - Verbände fordern Handeln bei Klima- und Hitzeschutz - Hinweis auf Milliardenschäden

Verbände fordern Handeln bei Klima- und Hitzeschutz - Hinweis auf Milliardenschäden


Verbände fordern Handeln bei Klima- und Hitzeschutz - Hinweis auf Milliardenschäden
Verbände fordern Handeln bei Klima- und Hitzeschutz - Hinweis auf Milliardenschäden / Foto: © AFP/Archiv

Mehrere Umweltverbände haben vor der Kabinettsklausur der Bundesregierung konkrete Beschlüsse für mehr Klima- und Hitzeschutz gefordert. "Ein Weiter-so können wir uns schlicht nicht mehr leisten", erklärte Greenpeace-Finanzexperte Mauricio Vargas am Montag mit Blick auf Milliardenschäden durch Hitze und Dürre in Deutschland. Die Regierung müsse jetzt alles tun, um die Klimakrise zurückzudrängen, forderte der Umweltverband BUND.

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Greenpeace veröffentlichte eigene Berechnungen, wonach Hitze und Trockenheit im Sommer 2026 volkswirtschaftliche Schäden von mindestens 36 Milliarden Euro verursacht haben. Berücksichtigt wurden insbesondere Produktivitätsverluste, landwirtschaftliche Einbußen, höhere Gesundheitskosten sowie die Folgen des Niedrigwassers im Rhein. "Dieser Hitze- und Dürresommer war eine Katastrophe – für Millionen Menschen und für die Volkswirtschaft", erklärte Vargas.

Die Organisation Germanwatch rief die Regierung auf, ihre Zieldebatten zu beenden und den Führungsanspruch von Kanzler Friedrich Merz (CDU) beim Klimaschutz in konkrete Beschlüsse zu übersetzen. Als erstes solle Merz "die in seiner Partei nach wie vor schwelende Debatte um eine Abschwächung des deutschen Klimaziels beenden", forderte der Politik-Vorstand von Germanwatch, Christoph Bals.

"Nach Monaten der Hitze und Dürre ist das Handeln der Bundesregierung überfällig", verlangte BUND-Geschäftsführerin Verena Graichen. Sie forderte "ein umfassendes Vorsorgepaket aus mehr Klimaschutz, Anpassungsmaßnahmen und Naturschutz". Dafür müsse Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) "jetzt die nötigen Gelder bereitstellen".

Übereinstimmend stellten sich mehrere Umweltverbände hinter die Forderung von Kommunen, SPD, Grünen und Linkspartei nach der Verankerung einer Gemeinschaftsaufgabe Klima- und Hitzeschutz von Bund und Ländern im Grundgesetz. "Die Maßnahme würde eine neue Handlungsbasis dafür schaffen, sich strategisch und nachhaltig den Auswirkungen der Klimakrise vor Ort zu stellen", erklärte der WWF.

Nach der Sommerpause trifft sich das Kabinett am Dienstag und Mittwoch auf Schloss Neuhardenberg in Brandenburg, um über die Prioritäten für die kommenden Monate zu beraten. Unter anderem soll es um die Sicherung von industrieller Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Arbeitsplätzen gehen.

G.Waters--TNT

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