The National Times - Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen

Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen


Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen
Kolumbien beschwört bei Konferenz zum Ausstieg aus fossilen Energien neue Allianzen / Foto: © AFP

Anlässlich der ersten internationalen Konferenz zum Ausstieg aus den fossilen Energien hat das Gastgeberland Kolumbien zu neuen Allianzen aufgerufen. Länder, die Willens seien, den Ausstieg aus fossilen Brennstoffen zu beschleunigen, stellten "eine neue Macht" dar, sagte die kolumbianische Umweltministerin Irene Vélez Torres der Nachrichtenagentur AFP. Sie äußerte sich kurz bevor Regierungsvertreter aus mehr als 50 Ländern ab Dienstag zu zweitägigen Gesprächen in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta zusammenkommen.

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Bei der von Kolumbien ausgerichteten Konferenz tauschten sich bereits seit Freitag Vertreter der Zivilgesellschaft über den Ausstieg aus fossilen Energien unter dem Eindruck der gegenwärtigen Ölkrise aus. Ab Dienstag findet die Konferenz dann auf Ebene hochrangiger Regierungsvertreter statt. Die Bundesregierung wird von Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth vertreten.

Konkret geht es darum, wie eine globale Transformation weg von den klimaschädlichen Energieträgern Kohle, Erdöl und Erdgas gelingen kann. Zu den Teilnehmerstaaten gehören Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer, von denen viele selbst Kohle, Öl oder Gas fördern. Die größten Treibhausgasemittenten, darunter die USA, China und Russland, nehmen jedoch nicht teil.

Umweltministerin Torres sieht die Abwesenheit der größten Emittenten nicht zwingend als Nachteil: Bei den vergangenen Weltklimakonferenzen seien sie es gewesen, "die auf ein Veto gedrängt haben, um jede Diskussion über die Notwendigkeit eines Ausstiegs aus fossilen Brennstoffen zu verhindern". Die bei der Konferenz vertretenen Staaten machten jedoch "fast 50 Prozent der Weltbevölkerung aus, darunter Verbraucherländer, Erzeugerländer und gefährdete Länder des globalen Südens und Nordens", erklärte Torres. "In diesem Sinne sind wir heute eine neue Macht."

Die Konferenz-Ausrichter Kolumbien und Niederlande wollen explizit Staaten miteinander vernetzen, die beim Klimaschutz vorangehen wollen. Die Initiative ist auch eine Reaktion auf die oftmals langwierigen und zähen Verhandlungen auf UN-Ebene, bei denen die mehr als 190 Mitgliedstaaten einen Konsens finden müssen. "Die COPs haben ihre Dialogfähigkeit unter Beweis gestellt – aber auch ihre Grenzen", erklärte Torres. "Wir brauchen neue Bündnisse, neue Allianzen."

Ein Hauptziel der Konferenz sei die Einrichtung eines ersten wissenschaftlichen Gremiums, das sich der Energiewende widmet. Ein solches Gremium könne fortan Städte, Regionen, Länder und Bündnisse "bei der Entwicklung von Fahrplänen für ihre eigene Energiewende beraten". Zudem solle insbesondere die Stimme der Zivilgesellschaft verstärktes Gewicht erhalten.

S.Collins--TNT

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