The National Times - Portugals Innenministerin nach Kritik an Umgang mit tödlichen Stürmen zurückgetreten

Portugals Innenministerin nach Kritik an Umgang mit tödlichen Stürmen zurückgetreten


Portugals Innenministerin nach Kritik an Umgang mit tödlichen Stürmen zurückgetreten
Portugals Innenministerin nach Kritik an Umgang mit tödlichen Stürmen zurückgetreten / Foto: © AFP/Archiv

Nach Kritik an ihrem Umgang mit tödlichen Stürmen auf der Iberischen Halbinsel in den vergangenen Wochen ist Portugals Innenministerin zurückgetreten. Maria Lúcia Amaral "war der Ansicht, dass sie nicht über die persönlichen und politischen Voraussetzungen verfügte, die für die Ausübung ihres Amtes erforderlich sind", erklärte die portugiesische Präsidentschaft am Dienstagabend. Portugals Regierungschef Luís Montenegro werde ihr Amt übergangsweise ausüben.

Textgröße ändern:

Montenegros Regierung steht wegen des Umgangs mit den heftigen Stürmen und Überschwemmungen in den vergangenen zwei Wochen in der Kritik. Amarals Rücktritt sei der "Beweis, dass die Regierung bei ihrer Reaktion auf diesen Notfall versagt hat", sagte der Generalsekretär der oppositionellen Sozialistischen Partei, José Luís Carneiro, zur portugiesischen Presse.

Bei den Unwettern waren offiziellen Angaben zufolge mindestens sieben Menschen getötet worden. Es entstanden zudem Sachschäden in Höhe von mindestens vier Milliarden Euro.

Die Iberische Halbinsel hat besonders unter dem Klimawandel zu leiden: Seit Jahren stöhnen die Menschen dort unter extremen, immer längeren Hitzewellen, auch schon vor Beginn des Sommers. Im Herbst und Winter folgen dann immer häufiger Starkregen und Überschwemmungen.

M.A.Walters--TNT

Empfohlen

Orkantief Manja verursacht zahlreiche Feuerwehreinsätze

Umgestürzte Bäume, lose Gegenstände und Wasseransammlungen beschäftigten die Feuerwehren in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis. In Königswinter traf ein Baum ein Wohnhaus.

Stromversorgung in Freiburg nach Unwetter wiederhergestellt

Nach einem nächtlichen Unwetter waren am Sonntagmorgen Teile Freiburgs ohne Strom. Der Netzbetreiber stellte die Versorgung nach Reparaturarbeiten wieder her.

IUCN: 96 Prozent der Korallenriffe weltweit vom Absterben bedroht

Wegen des fortschreitenden Klimawandels sind laut einer Prognose der Weltnaturschutzunion (IUCN) innerhalb der kommenden 50 Jahre fast alle Korallenriffe der Welt vom Absterben bedroht. Es bestehe für 96 Prozent der Korallenriffe in den Weltmeeren "ein extrem erhöhtes Risiko", dass sie bis 2075 absterben, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten IUCN-Analyse. Es war die erste weltweite Untersuchung dieser Art.

El Niño: Appell der Vereinten Nationen zu gemeinsamen Schutzvorkehrungen

Wegen einer beispiellosen Intensität des gegenwärtigen Klimaphänomens El Niño haben die Vereinten Nationen zu gemeinsamen Schutzvorkehrungen für die am stärksten betroffenen Menschen aufgerufen. "Heute richten wir einen gemeinsamen Appell an die internationale Gemeinschaft, dringend und koordiniert vorausschauend zu handeln", erklärte die Generalsekretärin der Weltmeteorologieorganisation (WMO), Celeste Saulo, am Mittwoch in Genf. "Wir können El Niño nicht aufhalten, aber wir können viele seiner schlimmsten Folgen für die Menschen verhindern."

Textgröße ändern: