The National Times - Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten

Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten


Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten
Linke fordert besseren Schutz für Obdachlose und Erfassung von Kältetoten / Foto: © AFP

Die Linke hat angesichts der frostigen Temperaturen in Deutschland einen besseren Schutz von Obdachlosen und eine Erfassung kältebedingter Todesfälle gefordert. "In einem wohlhabenden Land wie Deutschland ist es unerträglich, dass Menschen auf der Straße erfrieren, weil staatliche Institutionen ihrer Vorsorgepflicht nicht nachkommen", sagte die Linken-Sozialpolitikerin Sahra Mirow der "Rheinischen Post" vom Donnerstag. "Wegsehen ist keine politische Lösung, sondern unterlassene Hilfeleistung."

Textgröße ändern:

Sie kritisierte, dass der Bundesregierung nach einer Kleinen Anfrage der Linken keine Zahlen zu kältebedingten Todesfällen bei Obdachlosen vorliegen. Dass hier eine entsprechende Datenbasis fehle, sei ein "eklatantes Versäumnis", sagte sie. Nur wer das Ausmaß der Not kenne, könne gezielte Hilfsprogramme entwickeln. Sie forderte den Bund auf, künftig zu erfassen, wie viele Menschen infolge von Kälte gesundheitliche Schäden erleiden oder sterben.

Die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe, Sabine Bösing, bezeichnete die derzeitige Kälte für auf der Straße lebende Menschen als "lebensbedrohliche Gefahr". Es sei "leider traurige Realität, dass in jedem Winter Menschen an Unterkühlung sterben müssen", sagte sie der "Rheinischen Post". Bund und Kommunen müssten sich um ausreichend Notunterkünfte, niedrigschwellige Hilfsangebote und langfristige Lösungen gegen Obdachlosigkeit kümmern.

P.Barry--TNT

Empfohlen

Petersberger Klimadialog berät über Energiewende und Klimafinanzierung

Zum Petersberger Klimadialog werden ab Dienstagmorgen hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus mehr als 30 Staaten in Berlin erwartet. Die Beratungen dienen der Vorbereitung der nächsten UN-Klimakonferenz im November im türkischen Antalya, die von der Türkei in Zusammenarbeit mit Australien ausgerichtet wird. Am Mittwoch wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Rahmen des High-Level-Segments des Klimadialogs sprechen.

Petersberger Klimadialog: Verbände fordern von Merz Abkehr von Kohle, Öl und Gas

Umweltverbände fordern im Vorfeld des internationalen Petersberger Klimadialogs kommende Woche in Berlin ein klares Bekenntnis der Bundesregierung zum Abschied von Kohle, Öl und Gas. "Wir erwarten von Bundeskanzler Friedrich Merz, hier Akzente zu setzen", sagte Lutz Weischer von Germanwatch am Donnerstag in Berlin. Gerade die aktuelle Energiekrise aufgrund des Iran-Krieges zeige erneut, wie wichtig es sei, eine Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu erreichen.

Studie: In vielen Weltregionen droht zunehmende Kombination aus Hitze und Dürren

Vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen treiben das gemeinsame Auftreten von Hitzewellen und Dürren an. "Wenn sich an der derzeitigen Klimapolitik nichts ändert, könnte fast ein Drittel der Weltbevölkerung bis zum Ende des Jahrhunderts häufigeren und schwereren Hitze-Dürre-Bedingungen ausgesetzt sein", erklärte die Expertin Di Cai vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) in Bremerhaven am Dienstag. Das wären fast 2,6 Milliarden Menschen.

Klimaerwärmung in Deutschland: Steigende Temperaturen vor allem in Süden und Osten

Die Klimaerwärmung wird nach Experteneinschätzung zum Ende des Jahrhunderts mutmaßlich insbesondere in Süd- und Ostdeutschland zu steigenden Temperaturen führen. Konkret könne dies dort "eine Zunahme von Hitzewellen, Tropennächten und generell der Hitzebelastung" während der Sommermonate bedeuten, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Offenbach anlässlich seiner jährlichen Klimapressekonferenz mit.

Textgröße ändern: