The National Times - Heftige Hitzewelle: Weite Teile des Irans leiden unter Wasser- und Stromknappheit

Heftige Hitzewelle: Weite Teile des Irans leiden unter Wasser- und Stromknappheit


Heftige Hitzewelle: Weite Teile des Irans leiden unter Wasser- und Stromknappheit
Heftige Hitzewelle: Weite Teile des Irans leiden unter Wasser- und Stromknappheit / Foto: © AFP

Eine extreme Hitzewelle sorgt derzeit in weiten Teilen des Iran für Strom- und Wasserknappheit. Von der Gluthitze mit Temperaturen von bis zu 50 Grad seien 18 der 31 Provinzen des Landes betroffen, darunter auch die Hauptstadtregion Teheran, berichteten Staatsmedien am Dienstag unter Berufung auf die Behörden. Die Wasserspeicher von Teheran seien so leer wie seit einem Jahrhundert nicht mehr, teilte der örtliche Wasserversorger mit.

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Weiter hieß es in den Berichten unter Berufung auf Meteorologen, die Hitzewelle habe am Freitag begonnen und werde sich erst ab Donnerstag schrittweise abschwächen. Mindestens zehn Provinzhauptstädte, darunter Teheran, meldeten laut iranischer Meteorologiebehörde am Montag Temperaturen von über 40 gemeldet. Im Süden und Südwesten des Landes wurde es sogar um die 50 Grad heiß. In der Kleinstadt Schabankareh waren es 53 Grad.

In mindestens 15 Provinzen, darunter Teheran, blieben wegen der Hitze und der Stromknappheit Regierungsbehörden geschlossen. Bei Bedarf werde diese Maßnahme noch ausgeweitet, sagte Regierungssprecherin Fatemeh Mohadscherani. Mit Blick auf die Wasserversorgung in der Millionenstadt Teheran sprach sie von einer "kritischen Lage".

Laut dem regionalen Wasserversorger leidet die Hauptstadtregion nach den schwächsten Regenfällen seit 60 Jahren unter einer Dürre. Die Befüllung der Wasserspeicher sei auf dem niedrigsten Stand "seit einem Jahrhundert". Provinzgouverneur Mohammed Sadegh Motamedian erklärte, im fünften Dürrejahr seien die Staubecken der Provinz Teheran nur noch zu 14 Prozent gefüllt.

Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte bereits am Sonntag gewarnt, die Wasserversorgungskrise sei "ernster als die Leute sagen". Er ermahnte die Bürger, ihren "übertriebenen Konsum zu überdenken".

Der Wasserversorger forderte die Menschen in der Region Teheran am Sonntag konkret auf, ihren Wasserverbrauch um "mindestens 20 Prozent" zu senken. Zudem riet er, sich mit einem Wassertank und einer Pumpe für Ausfälle der Wasserversorgung zu rüsten.

Bewohner Teherans berichteten, in den vergangenen Tagen sei immer wieder für mehrere Stunden kein Wasser mehr aus den Hähnen gekommen. Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, der Teheraner Wasserversorger plane, Trinkwasser in Plastiksäcken zu verteilen, wenn es weiter Ausfälle in den Leitungen gebe.

Hitzewellen sind im Iran keine Seltenheit. Dabei schnellen der Wasserverbrauch und der Stromkonsum etwa wegen des Betriebs von Klimaanlagen in die Höhe. Wissenschaftlern zufolge führt der menschengemachte Klimawandel zu einer weltweiten Zunahme und Intensivierung von Extremwetter-Ereignissen wie Hitzewellen, Stürmen und Überschwemmungen.

W.Baxter--TNT

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