The National Times - "Historischer Wintersturm" sucht US-Ostküste heim

"Historischer Wintersturm" sucht US-Ostküste heim


"Historischer Wintersturm" sucht US-Ostküste heim
"Historischer Wintersturm" sucht US-Ostküste heim

Einer der schwersten Winterstürme seit Jahren hat am Samstag die Ostküste der USA getroffen. Tausende Flüge wurden abgesagt, für rund 70 Millionen Menschen galten Unwetterwarnungen. In den Bundesstaaten New York und New Jersey wurde der Ausnahmezustand ausgerufen, in Boston galt der Schneenotstand. Bürgermeisterin Michelle Wu sprach von einem "historischen Sturm". Im Norden von New York wurde eine erste Tote gemeldet.

Textgröße ändern:

Nach Angaben der Website FlightAware wurden Freitag und Samstag rund 5000 Flüge gestrichen, für Sonntag meldete sie bereits über 880 weitere Annullierungen. Am schwersten betroffen waren zunächst die Großstädte Boston und New York und ihre Umgebungen.

In einigen Teilen New Yorks fielen rund 30 Zentimeter Schnee. Tausende Obdachlose suchten Unterschlupf im U-Bahnnetz der Neun-Millionen-Metropole. Bürgermeister Eric Adams rief alle New Yorker auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Die Warnung konnte jedoch den berühmten "Naked Cowboy" am Times Square, Robert Burck, nicht von seinem üblichen Straßenkonzert in Unterhose, Hut und Stiefel abhalten.

Auf Long Island im Norden New Yorks wurde eine Frau tot in ihrem Auto gefunden. Vermutlich sei sie erfroren, sagte der Bürgermeister von Nassau County, Bruce Blakeman, im örtlichen Rundfunk.

Der Wetterdienst warnte vor Windböen mit Geschwindigkeiten von 80 bis 120 Stundenkilometern und sprach von "fast unmöglichen Reisebedingungen" im Nordosten der USA. Allein für die Region um Boston sagte er mehr als einen Meter Neuschnee vorher. In Teilen von Massachussetts waren bereits knapp 117.000 Haushalte ohne Strom.

Selbst für den Süden wurden Frostwarnungen ausgegeben. In Florida wurden die Menschen aufgefordert, sich vor Leguanen in Acht zu nehmen, die - gelähmt von der Kälte - von Bäumen herabstürzen könnten. Die Tiere können bis zu neun Kilogramm wiegen.

Nach Angaben des Wetterdiensts dürfte sich der Schnee- und Eissturm rapide weiter verstärken, ein Phänomen, das manchmal auch als "bomb cyclone" (Bomben-Zyklon) bezeichnet wird. Die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, riet den Bürgern, am Wochenende zu Hause zu bleiben.

Erst vor zwei Wochen hatte ein schwerer Schneesturm für massive Strom- und Flugausfälle im Osten der USA gesorgt.

A.M.Owen--TNT

Empfohlen

Taifun "Noul" trifft in China auf Land

Der Taifun "Noul" ist am frühen Sonntagmorgen an der südlichen Küste Chinas auf Land getroffen. Der bislang heftigste Sturm, der das Land in diesem Jahr getroffen hat, erreichte das Festland nahe der Stadt Pinghai in der Provinz Guangdong, etwa 80 Kilometer nordöstlich der Finanzmetropole Hongkong, wie der staatliche Fernsehsender CCTV berichtete. Die Windgeschwindigkeiten betrugen bis zu 162 Stundenkilometer.

Warnstufe Rot: 340.000 Menschen in China wegen Taifun "Noul" in Sicherheit gebracht

Wegen des sich nähernden Taifuns "Noul" haben die chinesischen Behörden im Süden der Volksrepublik mehr als 340.000 Menschen in Sicherheit gebracht. Die Behörden riefen am Samstagabend die höchste Taifunwarnstufe Rot aus. "Noul" sollte am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 173 Stundenkilometern in der Provinz Guangdong zwischen den Städten Shenzhen und Haifeng an Land treffen.

Über 40 Grad: Japan verzeichnet fünften "grausam heißen Tag" in Folge

Japan hat am Samstag den fünften "grausam heißen Tag" in Folge verzeichnet. Sechs Städte im Zentrum des Landes hätten die Schwelle von 40 Grad überschritten, ab der es sich um einen "Kokushobi" - einen "grausam heißen Tag" - handelt, teilte der japanische Wetterdienst (JMA) mit. Der Begriff wurde angesichts der steigenden Temperaturen vom Wetterdienst offiziell geprägt, um die Bevölkerung vor extremer Hitze zu warnen.

Brände in Frankreich und Spanien: Rund 270.000 Menschen von Evakuierungen betroffen

Die beispiellosen Waldbrände in Frankreich und Spanien haben nach offiziellen Angaben bis Samstag rund 270.000 Menschen in die Flucht getrieben. In Südwestfrankreich brannte im Département Gironde bislang eine Fläche von der vierfachen Größe der Hauptstadt Paris ab, wie Innenminister Laurent Nuñez sagte. in Spanien gab es bei dem Brand nahe Madrid trotz verbesserter Löschbedingungen vorerst keine Entwarnung. In beiden Ländern waren weiter hunderte Feuerwehrleute im Einsatz.

Textgröße ändern: