The National Times - G20-Bekenntnis zu 1,5-Grad-Ziel gibt UN-Klimakonferenz Rückenwind

G20-Bekenntnis zu 1,5-Grad-Ziel gibt UN-Klimakonferenz Rückenwind


G20-Bekenntnis zu 1,5-Grad-Ziel gibt UN-Klimakonferenz Rückenwind
G20-Bekenntnis zu 1,5-Grad-Ziel gibt UN-Klimakonferenz Rückenwind / Foto: © AFP/Archiv

Das neue klare Bekenntnis der Staats- und Regierungschefs der G20-Staaten zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad gibt auf der UN-Klimakonferenz den Bemühungen um mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz Rückenwind. Die deutsche Klimabeauftragte Jennifer Morgen sprach am Mittwoch im ägyptischen Scharm el-Scheich von einem "wichtigen Signal an die Minister und Verhandlungsführer auf der Klimakonferenz und an die ganze Welt".

Textgröße ändern:

"Wir beschließen, die Anstrengungen weiterzuverfolgen um den Anstieg der Temperaturen auf 1,5 Grad zu begrenzen", heißt es in der Abschlusserklärung des G20-Gipfels in Indonesien. "Dies wird bedeutsame und effektive Aktionen und Verpflichtungen aller Staaten erfordern", heißt es weiter. Dazu müssten sowohl kurz- wie auch langfristige Ziele gehören. Auch müsse dies mit finanzieller und technologischer Unterstützung für eine nachhaltige Entwicklung verknüpft werden.

Die G20 bekannten sich auch generell erneut zu einer "vollständigen und effektiven Umsetzung" des Pariser Klimaschutzabkommens. Allerdings müssten dabei unterschiedliche Gegebenheiten in den einzelnen Staaten berücksichtigt werden. Bekräftigt wird in der Abschlusserklärung des Gipfels auch der Klimapakt der UN-Klimakonferenz von 2021 in Glasgow. Dieser ruft alle Staaten auf, ihre Anstrengungen für eine Senkung der Treibhausgasemissionen und für Klimaanpassung zu verstärken.

"Das 1,5-Grad-Ziel ist der Leitstern all unserer klimapolitischen Ambitionen und Maßnahmen", sagte Morgan weiter zu den Gipfelbeschlüssen. "Die G20 stehen zum Klimapakt von Glasgow und daran darf hier in Sharm el-Scheich nicht gerüttelt werden", stellte sie klar. "Deutschland wird darauf genau achten." In Scharm el-Scheich hatte es zuvor Bestrebungen einiger Staaten, darunter auch Chinas, gegeben, das 1,5-Grad-Ziel als unrealistisch aufzugeben und sich auf eine Begrenzung auf weniger als zwei Grad zu konzentrieren.

Positiv auf die Abschlusserklärung reagierte auch die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch. "In der angespannten geopolitischen Lage sind die klimapolitischen Ergebnisse von Bali ein dringend notwendiges Signal der größten Treibhausgas-Emittenten", sagte ihr Politischer Geschäftsführer Christoph Bals. "Es ist wichtig, dass die G20 daran festhalten, sich um eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad zu bemühen."

Zwar sei dies eher ein "defensives Ergebnis", da es lediglich frühere Beschlüsse bekräftige, sagte Bals weiter. Gleichwohl sei dies in der aktuellen geopolitischen Lage wichtig. Allerdings seien die Beschlüsse von Bali "noch nicht ausreichend, um eine Eskalation der Klimakrise zu verhindern und das 1,5-Grad-Limit einzuhalten". Dazu müssten sich die G20 zudem auf eine Halbierung der globalen Emissionen bis 2030 und einen Ausstieg aus allen fossilen Energien einigen.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Waldbrände in Frankreich und Spanien zwingen Zehntausende zur Flucht

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien haben am Freitag immer größere Gebiete erfasst und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez wurden im Südwesten Frankreichs seit Mittwoch rund 110.000 Menschen evakuiert, insbesondere in der Region um Bordeaux spitzte sich die Lage dramatisch zu. In Spanien wurden laut Innenministerium alleine im Raum Madrid 63.000 Menschen zur Evakuierung oder zum Verbleib in Gebäuden aufgefordert. Den Behörden zufolge war das Feuer dort "nicht zu löschen".

In Ostsee herumschwimmender Buckelwal nun in Flensburger gesichtet

Ein Buckelwal schwimmt weiterhin vor der deutschen Ostseeküste herum. Nach der Sichtung eines Wales vor einigen Tagen in der Kieler Börde tauchte nun vermutlich dasselbe Tier am Freitagmorgen in der Flensburger Börde auf, wie das Umweltministerium von Schleswig-Holstein in Kiel mitteilte. Der Buckelwal schwamm demnach "zunächst in Richtung Innenstadt, kehrte dann aber um".

Geldmangel in Tierheimen: Tierschutzbund kritisiert Bundesregierung

Angesichts des Geldmangels in vielen Tierheimen hat der Deutsche Tierschutzbund eine fehlende Unterstützung der Bundesregierung angeprangert. "Die Politik muss endlich dafür sorgen, dass Tierheime ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Immer mehr Tiere brauchen Hilfe, gleichzeitig sind die Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung immens gestiegen."

EU-Lebensmittelaufsicht senkt Grenzwert für Ewigkeitschemikalie TFA deutlich ab

Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hat den Grenzwert für die tägliche Aufnahme der Ewigkeitschemikalie TFA (Trifluoressigsäure) deutlich abgesenkt. Neue Studien hätten ergeben, dass TFA ein für den Stoffwechsel wichtiges Hormon beeinflusst, erklärte die Behörde mit Sitz in Mailand am Mittwoch. TFA gelangt vor allem über den Pestizideinsatz in Grundwasser, Böden und Ackerpflanzen und auf diesem Weg in den menschlichen Körper.

Textgröße ändern: