The National Times - Niedrigwasser: Umweltminister ruft Länder zu Investitionen in Wasserinfrastruktur auf

Niedrigwasser: Umweltminister ruft Länder zu Investitionen in Wasserinfrastruktur auf


Niedrigwasser: Umweltminister ruft Länder zu Investitionen in Wasserinfrastruktur auf
Niedrigwasser: Umweltminister ruft Länder zu Investitionen in Wasserinfrastruktur auf / Foto: © AFP/Archiv

Angesichts der niedrigen Pegelstände deutscher Gewässer hat Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) die Bundesländer zu massiven Investitionen in die Wasserinfrastruktur aufgerufen - die Bundesnetzagentur warnte vor Auswirkungen des Niedrigwassers auf die Energieversorgung. "Die Lage am Rhein und am Bodensee ist eine dramatische Belastung, nicht nur für die Natur, sondern auch für die Wirtschaft", sagte Schneider dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Sonntag). Deutschland brauche einen anderen Umgang mit Wasser, betonte der Minister.

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"Die Länder tun gut daran, die Mittel aus dem Sondervermögen zu einem guten Teil in die Wasserinfrastruktur zu investieren", sagte Schneider. Die Verfügbarkeit von Wasser sei ein zentraler Faktor für Sicherheit und Wirtschaft.

In den vergangenen Jahrhunderten habe die Wasserpolitik darin bestanden, Wasser möglichst schnell abzuleiten und nasse Flächen trockenzulegen, sagte Schneider dem "Kölner Stadt-Anzeiger" weiter. Heute sei die Aufgabe, Wasser so gut wie möglich in der Landschaft zu halten. "Wenn die Gebirge mit ihren Gletschern als Wasserlieferanten ausfallen, müssen die Flüsse, Auen, Wälder und Böden umso mehr zu Wasserspeichern werden", führte der Minister aus. Das bedeute zum Beispiel, "trockene Moore wiederzuvernässen, Flüssen mehr Raum zu geben und Wälder zu stabilen Mischwäldern umzubauen." Aber auch die technische Wasserinfrastruktur müsse fit gemacht werden.

Die Bundesnetzagentur warnte, die Pegelstände können sich auch auf die Energieversorgung auswirken. "Durch die Niedrigwasserlage können Binnenschiffe gegenwärtig nur mit reduzierten Ladungskapazitäten die Kohlekraftwerke insbesondere in Süddeutschland beliefern", sagte ein Sprecher der Behörde der Zeitung. Dies habe bisher aber keine Auswirkungen auf die Verfügbarkeit der Kraftwerke.

Bei einer Sonderkonferenz am Montag in Berlin will Schneider mit EU-Umweltkommissarin Jessika Roswall über Möglichkeiten eines neuen Umgangs mit Wasser sprechen. Teilnehmen werden Vertreter von Ländern, Unternehmen und Verbänden.

J.Sharp--TNT

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