The National Times - Wegen Extrem-Sommers beginnt Weinlese im Elsass früher denn je

Wegen Extrem-Sommers beginnt Weinlese im Elsass früher denn je


Wegen Extrem-Sommers beginnt Weinlese im Elsass früher denn je
Wegen Extrem-Sommers beginnt Weinlese im Elsass früher denn je / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der extremen Hitze in diesem Sommer hat im Elsass die Weinlese so früh begonnen wie nie zuvor. Am Dienstag begann die Lese für alle Rebsorten gleichzeitig, wie die elsässische Winzervereinigung mitteilte. Üblicherweise ist die Weinlese im Elsass gestaffelt nach Crémant, AOC Alsace und Grands crus.

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"Wir haben einen Jahrgang, der ungewöhnlich früh reif ist, wir brechen alle Rekorde", sagte der Geschäftsführer des Winzerverbands, Théo Grischko. Es hätten zudem sehr viele Winzer Sondergenehmigungen beantragt, um die Weinlese noch früher zu beginnen.

Ende Juli war die diesjährige Produktion im Elsass auf 804.000 Hektoliter geschätzt worden. Das Jahr sei von "extrem ungewöhnlichem Wetter" geprägt gewesen, betonte Marie-Noëlle Lauer von der Landwirtschaftskammer im Elsass. Während der Hitzewellen habe es zeitweise Temperaturen von bis zu 44 Grad im Schatten gegeben.

Im vergangenen Jahr hatte die Weinlese für Crémant am 19. August begonnen, was bis dahin der früheste Termin war. Auch in anderen Regionen Frankreichs fand die Weinlese so früh wie nie zuvor statt - Anfang August begann sie im Burgund, in der Champagne und im Bordelais für die Crémants. Im Languedoc-Roussillon im Süden hatte die Lese bereits im Juli begonnen.

Laut einer Studie, die auf knapp 700 Jahren Weinlese im Burgund basiert, hat der Klimawandel zu einer "Explosion" extremer Jahre geführt. Demnach traten die Jahre mit extremer Hitze - und damit einer frühen Weinlese - zwischen 1354 und 1719 alle 17 Jahre und von 1720 bis 1987 alle 53 Jahre auf. Seit 1988 verringerten sich die Abstände deutlich: Alle fünf Jahre habe es demnach extreme Hitze gegeben. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts gab es demnach bereits zehn Extremjahre - also etwa alle zweieinhalb Jahre.

Wissenschaftler gehen grundsätzlich davon aus, dass Hitzewellen, die frühe Ernten befördern, infolge des menschengemachten Klimawandels an Intensität und Häufigkeit zunehmen.

P.Sinclair--TNT

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