The National Times - COP31-Verhandlungsführer: "Wir müssen von den fossilen Brennstoffen wegkommen"

COP31-Verhandlungsführer: "Wir müssen von den fossilen Brennstoffen wegkommen"


COP31-Verhandlungsführer: "Wir müssen von den fossilen Brennstoffen wegkommen"
COP31-Verhandlungsführer: "Wir müssen von den fossilen Brennstoffen wegkommen" / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP/Archiv

Der Iran-Krieg hat nach Einschätzung des Verhandlungsführers des kommenden UN-Klimagipfels COP31 noch einmal die Notwendigkeit einer Abkehr von den fossilen Energien verdeutlicht. "Wir müssen von den fossilen Brennstoffen wegkommen", sagte der australische Klimaschutz- und Energieminister Chris Bowen der Nachrichtenagentur AFP während der UN-Klimagespräche in Bonn, die der Vorbereitung der COP31 dienen. Der UN-Klimagipfel soll im November im türkischen Antalya abgehalten werden, wird aber von der Türkei gemeinsam mit Australien ausgerichtet.

Textgröße ändern:

Bowen wird einer Vereinbarung zufolge die Verhandlungen in Antalya leiten, da sich Australien ebenfalls als Austragungsort beworben hatte. Er warnte, die weltweite Sorge um die Energieversorgung angesichts der neu aufgeflammten Kämpfe im Nahen Osten zeigten abermals die Risiken der Abhängigkeit von fossilen Energien auf. "Die gute Nachricht ist: Die Antworten auf die kurzfristigen und auf die langfristigen Krisen sind letztlich die gleichen", sagte Bowen AFP. Es gelte, sich von der Abhängigkeit von einer Energiequelle zu lösen, die "immer unzuverlässiger" werde.

Bei der vergangenen UN-Klimakonferenz in Brasilien hatten sich die Teilnehmer nicht auf einen gemeinsamen Fahrplan zum Ausstieg aus fossilen Energien einigen können. Im April hatten sich deshalb auf Einladung Kolumbiens und der Niederlande Regierungsvertreter aus mehr als 50 Staaten in der kolumbianischen Hafenstadt Santa Marta versammelt, um außerhalb des UN-Rahmens über den globalen Ausstieg aus den Fossilen zu beraten.

Bowen wertete das Treffen in Santa Marta AFP gegenüber als "einen positiven Beitrag". Eine Übereinstimmung könne in Antalya nur durch "harte Arbeit" erreicht werden, sagte er. Das oft kritisierte Konsens-Modell der UN-Klimakonferenzen, bei dem wenige Länder eine Einigung blockieren könnten, werde sich nicht ändern.

"Ich habe diesen Job nicht übernommen, weil ich dachte, es wird einfach, ich bin nicht für die einfachen Dinge gekommen. Ich habe den Job übernommen, weil er schwierig ist", sagte Bowen, der schon die vergangenen vier UN-Klimakonferenzen als Minister der australischen Regierung begleitet hatte.

Australien gehört nach wie vor zu den weltgrößten Produzenten und Exporteuren von Erdgas und Kohle, ist zugleich aber abhängig von Treibstoff-Importen. Darauf angesprochen sagte Bowen, jedes Land habe "ein Profil" in Bezug auf fossile Energien. "Wir sitzen alle im selben Boot."

T.Bailey--TNT

Empfohlen

Albanien: Neue Proteste gegen Bauprojekt von Trump-Schwiegersohn in Naturschutzgebiet

In einem Naturschutzgebiet an der albanischen Küste haben am Samstag erneut hunderte Menschen gegen Pläne für ein Luxus-Ferienresort protestiert, das mit dem Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump in Verbindung steht. Umweltschützer aus dem ganzen Land und Anwohner folgten einem Aufruf von Umweltschutzorganisationen und versammelten sich in der Lagune Vjosa-Narta rund 150 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Tirana, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP beobachtete.

Wolf von Altona ist mutmaßlich tot

Der Wolf, der in Hamburg-Altona Ende März in einem Einkaufszentrum aufgetaucht war, ist vermutlich tot. Die automatisierten Sendedaten seines Ortungshalsbandes seien Ende Mai plötzlich abrupt abgerissen, teilte das Hamburger Landesumweltamt am Samstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP mit. Bei einer Suchaktion seien daraufhin weder das Tier noch der Sender aufgefunden worden.

Wiederansiedlungsprojekt: Przewalski-Pferde aus Berlin in Kasachstan eingetroffen

Vier Przewalski-Pferde aus dem Berliner Tierpark sind zur Auswilderung im zentralasiatischen Kasachstan eingetroffen. Wie der Tierpark am Samstag mitteilte, wurden die Tiere zunächst in einem Akklimatisierungsgehege untergebracht, wo sie auf die Auswilderung in der kasachischen Steppe vorbereitet werden sollen. Sie befänden sich in gutem gesundheitlichem Zustand.

25 Mutterschafe von Weide gestohlen - Lämmer zurückgelassen

In Brunsbüttel in Schleswig-Holstein haben Unbekannte 25 Mutterschafe von einer Weide gestohlen. Die dazugehörigen Lämmer ließen sie zurück, wie die Polizei am Donnerstag in Itzehoe mitteilte.

Textgröße ändern: