The National Times - "Mona Lisa" aus Plastikmüll: Kunstwerk aus 100.000 Flaschendeckeln in El Salvador

"Mona Lisa" aus Plastikmüll: Kunstwerk aus 100.000 Flaschendeckeln in El Salvador


"Mona Lisa" aus Plastikmüll: Kunstwerk aus 100.000 Flaschendeckeln in El Salvador
"Mona Lisa" aus Plastikmüll: Kunstwerk aus 100.000 Flaschendeckeln in El Salvador / Foto: © AFP

Eine "Mona Lisa" als Zeichen für Recycling: In El Salvador hat der venezolanische Künstler Oscar Olivares ein riesiges Wandbild aus weggeworfenen Plastikflaschendeckeln erschaffen. "Ich wollte eine lateinamerikanische Mona Lisa darstellen", sagte Olivares der Nachrichtenagentur AFP. Für das 13 Meter hohe Bildnis habe er mehr als 100.000 Flaschendeckel aus Plastik genutzt, die Menschen aus der Nachbarschaft über drei Monate hinweg gesammelt, gesäubert und nach Farben sortiert hätten.

Textgröße ändern:

Das innerhalb von drei Wochen geschaffene Werk befindet sich an einer Hauswand in Zacamil, einem Vorort der Hauptstadt San Salvador. Die Gegend wurde lange von kriminellen Banden beherrscht, die durch umstrittene Maßnahmen von Präsident Nayib Bukele im Kampf gegen die organisierte Kriminalität aber zurückgedrängt wurden.

"Die Mona Lisa ist eine gewöhnliche Frau und sie ist eine Ikone der italienischen Renaissance", erklärte Olivares. "Und nun erleben wir eine neue Renaissance, sowohl in El Salvador als auch in der Welt."

Im Gegensatz zu den eher gedämpften Farbtönen der berühmten "Mona Lisa" von Leonardo da Vinci erstrahlt Olivares Recycling-Werk in leuchtenden Tönen. Es zeigt eine moderne Latina mit durchdringendem Blick und angedeutetem Lächeln vor einem bunten Schachbrett-Himmel.

Er hoffe, dass seine Arbeit den Betrachtern "eine völlig neue Sichtweise auf Plastikmüll" vermittelt, erklärte Olivares. Der Künstler schuf bereits in Venezuela, Mexiko, Saudi-Arabien, Frankreich und Italien riesige Wandbilder aus Plastikdeckeln. Dabei hat er nach eigenen Angaben bereits über zwei Millionen Deckel verwendet.

El Salvadors Präsident Bukele verfolgt einen harten Kurs gegen kriminelle Banden. Im März 2022 hatte er den Ausnahmezustand ausgerufen, damit sind Festnahmen ohne Haftbefehl möglich. Mehr als 90.000 Menschen wurden seither festgenommen.

A.Davey--TNT

Empfohlen

Polarforscher wegen Ausbreitung der Vogelgrippe in der Antarktis alarmiert

Polarforscher haben wegen der Ausbreitung der Vogelgrippe in der Antarktis Alarm geschlagen. Eine besonders gefährliche Variante des Virus, die sein Team im April 2024 auf dem weißen Kontinent habe nachweisen können, sei in der Lage, "100 Prozent" der infizierten Tiere zu töten, sagte der chilenische Veterinärmediziner Víctor Neira am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Variante habe sich mittlerweile stark ausgebreitet.

US-Energieminister: "Klima-Kult" belastet Europas Wirtschaft

US-Energieminister Chris Wright hat Europa einen zu starken Fokus auf die Bekämpfung des Klimawandels vorgeworfen. Ein "Klima-Kult" habe Europas Energiepreise in die Höhe getrieben, während der Kontinent weniger davon produziere, sagte Wright am Dienstag in einem Interview der Nachrichtenagentur AFP. Diese Konzentration auf das Klima habe "die wirtschaftlichen Chancen für Europäer verringert", fügte er hinzu.

Schädlicher Weichmacher im Urin von Kindern und Jugendlichen nachgewiesen

Im Urin von Kindern und Jugendlichen sind nach Angaben des Umweltbundesamts (UBA) erneut Rückstände eines schädlichen Weichmachers gefunden worden. In 92 Prozent der zwischen April und Juli vergangenen Jahres gesammelten Proben wurde ein Abbauprodukt eines Weichmachers nachgewiesen, der als fortpflanzungsschädigend gilt und in der EU nicht zugelassen ist, wie die Behörde am Dienstag in Dessau mitteilte. Quelle waren wie schon in früheren Untersuchungen Sonnenschutzmittel.

Russische Schattenflotte auf Ostsee: Greenpeace warnt vor Ölpest bei Havarie

Greenpeace hat vor schweren Umweltschäden durch eine mögliche Havarie eines Öltankers der sogenannten russischen Schattenflotte auf der Ostsee gewarnt. Von Finnland über Schweden und Deutschland bis nach Dänemark wären im Falle einer Ölpest Meeres- und Küstenschutzgebiete betroffen, die für das Überleben von Seevögeln, Meeressäugern und als Kinderstube vieler Fischbestände entscheidend seien, erklärte die Umweltschutzorganisation am Montag in Hamburg.

Textgröße ändern: