The National Times - Bundestag gibt grünes Licht für Export von abgeschiedenem CO2 zur Einlagerung

Bundestag gibt grünes Licht für Export von abgeschiedenem CO2 zur Einlagerung


Bundestag gibt grünes Licht für Export von abgeschiedenem CO2 zur Einlagerung
Bundestag gibt grünes Licht für Export von abgeschiedenem CO2 zur Einlagerung / Foto: © AFP

Der Bundestag hat grünes Licht für den Export von abgeschiedenem CO2 zur Einlagerung gegeben. Die Abgeordneten stimmten am Donnerstagabend für einen entsprechenden Gesetzesentwurf der Bundesregierung. Zudem verabschiedeten sie einen Gesetzesentwurf, der die Einlagerung von abgeschiedenem CO2 in Hochseegebieten der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone ermöglichen soll.

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In Deutschland darf klimaschädliches CO2 mittels der sogenannten CCS-Technologie bereits abgeschieden und theoretisch auch im Erdboden eingelagert werden. Das dafür nötige Gesetz besiegelte der Bundesrat im vergangenen Novmeber. CO2-Speicher auf dem Festland sind der Gesetzesnovelle zufolge zunächst aber nicht vorgesehen. Stattdessen soll das Treibhausgas etwa nach Norwegen verbracht werden, wo die ersten Anlagen zur Einlagerung im Betrieb sind.

CCS steht für Carbon Capture and Storage. Dabei wird das Treibhausgas CO2 nicht in die Atmosphäre ausgestoßen, sondern abgeschieden und dann dauerhaft in tiefliegenden geologischen Gesteinsschichten gespeichert. Werden die abgeschiedenen Treibhausgase nicht eingelagert, sondern industriell verwertet, ist zudem von CCU (Carbon Capture and Utilization) die Rede. CCS soll vor allem in Wirtschaftszweigen eingesetzt werden, in denen die Emissionen nur schwer vermieden werden können.

Der Bundesverband Baustoffe (BBS) begrüßte die beiden Beschlüsse im Bundestag als "unverzichtbar für den Hochlauf einer CO2-Infrastruktur in Deutschland". Etwa in der Zementherstellung fällt besonders viel CO2 an. Unternehmen wie Heidelberg Materials setzen deshalb stark auf CCS.

Umwelt- und Klimaschützer sehen die Technologie hingegen kritisch. "Wer CO2-Dumping in den Meeresgrund ermöglicht, stellt Industrie und Kraftwerksbetreiber einen Freifahrtschein aus, die Meere als Abgas-Deponie zu missbrauchen", erklärte Kerstin Meyer vom BUND. Sie forderte, sich stärker auf die Vermeidung von CO2-Emissionen zu konzentrieren. Die Anwendung von CCS im großen Stil hingegen würde "das fossile Geschäft weiter befeuert".

V.Allen--TNT

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