The National Times - Greenpeace untersucht radioaktive Strahlung rund um Atomruine Tschernobyl

Greenpeace untersucht radioaktive Strahlung rund um Atomruine Tschernobyl


Greenpeace untersucht radioaktive Strahlung rund um Atomruine Tschernobyl
Greenpeace untersucht radioaktive Strahlung rund um Atomruine Tschernobyl / Foto: © Satellite image ©2022 Maxar Technologies/AFP/Archiv

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace untersucht eine verlassene russische Stellung nahe der Atomruine Tschernobyl in der Ukraine auf radioaktive Strahlung. Ein internationales Expertenteam werde dort Messungen vornehmen, teilte Greenpeace am Montag mit. Es solle herausgefunden werden, welche Folgen die russische Invasion für kontaminierte Gegenden habe. Die Recherche-Reise sei von der ukrainischen Regierung genehmigt worden.

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Die russischen Streitkräfte hatten am 24. Februar, dem ersten Tag ihres Angriffs auf die Ukraine, die Kontrolle über die Atomruine übernommen. Ende März zogen sie sich von dem Gelände wieder zurück.

Es werde nun erstmals unabhängig untersucht, ob gemessen und die Aussage der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEO) überprüft. Laut IAEO habe zu keinem Zeitpunkt eine große Gefahr für Menschen und Umwelt bestanden.

"Wir wollen wissen, was vor Ort geschehen ist", erklärte der Atomexperte von Greenpeace Deutschland, Thomas Breuer. Die bisherigen Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zu den Auswirkungen des Krieges auf Atomanlagen seien "unzureichend". Die Aussage der IAEA, dass zu keinem Zeitpunkt eine große Gefahr für Menschen und Umwelt bestanden habe, solle nun unabhängig überprüft werden.

Während des russischen Aufmarsches und der Erdarbeiten in der Region hatte Greenpeace davor gewarnt, dies könne zu einer verstärkten radioaktiven Belastung führen. IAEA-Chef Rafael Grossi hatte die Übernahme der Anlage durch russische Streitkräfte bei einem Besuch in Tschernobyl Ende April als "sehr, sehr gefährlich" bezeichnet.

"Es gab einige Momente, in denen die Werte aufgrund der Bewegung der schweren Waffen, die die russischen Streitkräfte hierher brachten, gestiegen sind", sagte Grossi damals. Zudem seien die Werte verändert gewesen, als die Truppen wieder abzogen. Anschließend hätten sich die Strahlungswerte aber wieder normalisiert.

Im Atomkraftwerk Tschernobyl hatte sich am 26. April 1986 das schlimmste Atomunglück der Geschichte ereignet. Das Kraftwerk ist seither stillgelegt, ein riesiger Schutzmantel soll den Austritt von Radioaktivität verhindern.

A.Wood--TNT

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