The National Times - Vietnams Hauptstadt Hanoi in dichten Smog gehüllt

Vietnams Hauptstadt Hanoi in dichten Smog gehüllt


Vietnams Hauptstadt Hanoi in dichten Smog gehüllt
Vietnams Hauptstadt Hanoi in dichten Smog gehüllt / Foto: © AFP

Nach mehr als einer Woche dichten Smogs in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi haben die Behörden die Bevölkerung aufgefordert, sich so wenig wie möglich nach draußen zu begeben. Schulen könnten geschlossen werden, wenn sich die Lage weiter verschlechtere, hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Verordnung.

Textgröße ändern:

Am Donnerstagmorgen lag Hanoi auf der weltweiten Rangliste der Städte mit der stärksten Luftverschmutzung gleich hinter der indischen Metropole Neu Delhi. Nach Angaben des Schweizer Luftanalyse-Unternehmens IQAir lag die PM2,5-Feinstaubbelastung deutlich über dem von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Grenzwert.

"Ich hatte in den letzten Tagen Schwierigkeiten, auf der Straße zu atmen", sagte die Bewohnerin Dang Thuy der Nachrichtenagentur AFP. Sie habe sich für ihre Wohnung zwei Geräte zur Luftreinigung gekauft.

Um den Ausstoß von Feinstaub zu verringern, ordneten die Behörden stärkere Kontrollen gegen das illegale Verbrennen von Abfällen an sowie eine Beschränkung von Baustellenstaub, die etwa durch das Abdecken von Lastwagen oder Wasserberieselung erreicht werden könne. AFP-Journalisten konnten auf den Baustellen jedoch kein geändertes Verhalten im Umgang mit Staub feststellen. "Die Behörden sind nur auf dem Papier aktiv. Es hat noch nichts funktioniert und diese furchtbar schlechte Luft bleibt in unserer Stadt", beklagte Thuy.

Laut WHO kann Feinstaub zu schweren Gesundheitsproblemen wie Schlaganfällen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lungenkrebs führen. Experten zufolge ist die Luftverschmutzung in Hanoi auf die Zunahme von Baustellen zurückzuführen sowie auf die hohe Zahl von Motorrädern und Autos, die jeden Tag durch die Neun-Millionen-Einwohner-Stadt fahren.

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Kapstadts Konflikt mit Pavianen verschärft sich in wohlhabenden Vororten

Weil Paviane Probleme mit dem Recht auf Eigentum haben, diskutiert das südafrikanische Kapstadt jetzt über einen teuren Plan für ein Affenmanagement. In Deutschland einen Attraktion im Zoo (hier in Augsburg 2017), in Kapstadt für manche eine zunehmend lästige Plage

Rauch aus Indonesien belastet erneut Luft und Klima in Südostasien

Seit Monaten raubt der Rauch von Indonesiens brennenden Wäldern den Menschen der Region den Atem und die Sicht. Präsident Prabowo hofft auf Regen.

UN-Biodiversitätskonferenz endet mit Kompromissen - gemischte Reaktionen von Umweltschützern

Nach zwei Wochen zäher Verhandlungen ist die UN-Biodiversitätskonferenz (COP17) in Armenien mit einer Verständigung auf weitere Vereinbarungen zum Schutz der Natur zu Ende gegangen. Nach der Einigung am Freitagabend brach Applaus im Plenarsaal in der Hauptstadt Eriwan aus, verhandelt wurde aber bis in den Samstagvormittag. Der genaue Wortlaut der Texte war da allerdings weiter unklar. Vielen Umweltschützern und Politikern gingen die Beschlüsse nicht weit genug.

UN-Biodiversitätskonferenz einigt sich bei mehreren zentralen Themen

Bei der Weltnaturkonferenz zur biologischen Vielfalt (COP17) in der armenischen Hauptstadt Eriwan haben die rund 200 Teilnehmerstaaten nach langen Verhandlungen bei zentralen Themen eine Einigung erzielt. Nach dem ursprünglich geplanten Ende der Konferenz am Freitag gab es Applaus, als die entsprechenden Dokumente verabschiedet wurden. "Das war’s. Perfekt", sagte der COP17-Präsident und armenische Umweltminister Hambardzum Matevosyan.

Textgröße ändern: