The National Times - Trotz Rekordausbau von Erneuerbaren: China produziert immer mehr Kohlestrom

Trotz Rekordausbau von Erneuerbaren: China produziert immer mehr Kohlestrom


Trotz Rekordausbau von Erneuerbaren: China produziert immer mehr Kohlestrom
Trotz Rekordausbau von Erneuerbaren: China produziert immer mehr Kohlestrom / Foto: © AFP/Archiv

Die Produktion von Strom aus Kohle hat in China im ersten Halbjahr diesen Jahres stark zugenommen. Zwar erreicht die Energieproduktion aus erneuerbaren Quellen in dem Land ebenfalls immer neue Rekorde, ein geplanter weiterer Ausbau der Kohleverbrennung beunruhigt dennoch die Klimaschützer, wie aus dem gemeinsamen Bericht zweier Denkfabriken vom Montag hervorgeht.

Textgröße ändern:

In den ersten sechs Monaten des Jahres wurden demnach neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von 21 Gigawatt in Betrieb genommen - so viel wie in keinem ersten Halbjahr seit 2016. Zugleich wurde mit dem Bau weiterer Kraftwerke für 46 Gigawatt Kohlestrom begonnen und neue Projekte für weitere 75 Gigawatt wurden auf den Weg gebracht, wie das Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) aus Helsinki und der Global Energy Monitor (GEM) aus San Francisco mitteilten.

"Die Entwicklung der Kohleenergie in China (...) zeigt keine Anzeichen einer Verlangsamung", erklärte Christine Shearer vom GEM. Es könnte bald noch mehr Kohle verbraucht werden, da "eine beträchtliche Anzahl bereits genehmigter (Kohle-)Projekte noch aussteht", erklärte Lauri Myllyvirta, Chefanalyst beim CREA.

China hat in den vergangenen Jahren wie kein anderes Land der Welt die Produktion von Solar- und Windenergie ausgebaut. Auch im ersten Halbjahr 2025 wurde hier mit 212 Gigawatt neu installierter Leistung ein neuer Rekord erreicht. Tatsächlich ist der Anteil der Kohle am Strommix seit 2016 deutlich zurückgegangen: von rund drei Viertel auf mittlerweile die Hälfte.

Allerdings hatte der rasche Ausbau der Erneuerbaren in den Jahren 2022 und 2023 zu Problemen geführt, weil die Übertragungsnetze darauf nicht ausgelegt waren. Daraufhin stiegen die Genehmigungen für neue Kohlekraftwerke stark an. "Seitdem konnten die Probleme durch Verbesserungen im Netzbetrieb und in der Speicherung gelöst werden", erklärte Myllyvirta. Die damals genehmigten Kohleprojekte würden dennoch gebaut.

A.Parker--TNT

Empfohlen

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Buckelwal in offene Nordsee gebracht - Weiterer Verbleib aber zunächst unklar

Der mehrfach in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist am Samstagmorgen am Skagerrak von seinem Transportkahn in die offene Nordsee gelangt. Von Seiten der privaten Rettungsinitiative hieß es, das Tier sei frei und zunächst zumindest auch in die richtige Richtung geschwommen. Allerdings blieben eine Reihe von Fragen offen, zumal über erhoffte Peilsignale vorerst nichts bekannt wurde.

EU verbietet Blei in gängigen Angelködern

Anglerinnen und Angler in der Europäischen Union dürfen ihre Köder in Zukunft nicht mehr mit Blei beschweren. Vertreter der 27 EU-Länder stimmten in einem Unterausschuss der EU-Kommission dafür, bestimmte Bleiköder in den kommenden Jahren schrittweise zu verbieten, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Grund ist, dass das Schwermetall Tieren und Menschen schaden kann.

Textgröße ändern: