The National Times - Deutsche Umwelthilfe: LNG-Terminals so wenig ausgelastet wie nie

Deutsche Umwelthilfe: LNG-Terminals so wenig ausgelastet wie nie


Deutsche Umwelthilfe: LNG-Terminals so wenig ausgelastet wie nie
Deutsche Umwelthilfe: LNG-Terminals so wenig ausgelastet wie nie / Foto: © AFP

Die LNG-Terminals in Deutschland waren einer Auswertung zufolge im ersten Quartal des laufenden Jahres so wenig ausgelastet wie nie. Wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) auf Grundlage von Daten der Plattform Gas Infrastructure Europe mitteilte, lag die Auslastung Anfang 2025 bei 45 Prozent und damit deutlich unter den beiden Vorjahren (2023: 64 Prozent; 2024: 54 Prozent). Besonders niedrig ist demnach die Auslastung des Terminals auf Rügen.

Textgröße ändern:

Deutschlandweit gibt es aktuell drei LNG-Standorte, zwei davon werden durch das staatliche Unternehmen Deutsche Energy Terminal (DET) und eines durch die Deutsche Regas betrieben. Das DET-Terminal in Brunsbüttel steigerte den Daten zufolge seine Auslastung im ersten Quartal 2025 im Vorjahresvergleich von 76 Prozent auf 83 Prozent. In Wilhelmshaven war die Auslastung rückläufig - von 71 Prozent auf 49 Prozent.

Die DET ist mit der Auslastung zufrieden, sie liege seit Inbetriebnahme im Schnitt bei 66,8 Prozent und damit auf einem "sehr guten Niveau". "Es wurden alle verfügbaren Regasifizierungskapazitäten verkauft und bis auf sehr wenige Ausnahmen auch genutzt", erklärte ein DET-Sprecher. Es sei zu Bedenken, dass die Kapazität eines Terminals nicht allein maßgeblich für die Auslastung sei, da diese auch von Suprastruktur, Netzanbindung, Wartungsarbeiten und Wetterbedingungen abhänge.

Das Terminal der Deutschen Regas in Mukran auf Rügen war Anfang 2025 laut DUH lediglich zu fünf Prozent ausgelastet, im Vorjahr zu 14 Prozent. Die DUH weist zudem darauf hin, dass die Auslastung in Brunsbüttel lediglich "auf dem Papier" so hoch sei. Der Betreiber habe die Kapazität reduziert, was zu einer "rechnerisch hohen Auslastung" führe.

"Längst ist klar, dass die LNG-Strategie der alten Bundesregierung gescheitert ist", sagte Constantin Zerger, Leiter des DUH-Bereichs Energie, der Nachrichtenagentur AFP. Der Nutzen der Projekte schwinde, der Preis für Menschen und Natur indes sei "hoch". Die kommende Bundesregierung forderte er auf, die Strategie auf den Prüfstand zu stellen.

Die DET betonte hingegen, die Resilienz der Gasversorgung in Deutschland und Europa habe durch die Terminals "deutliche zugenommen". Sie leisteten einen wichtigen Beitrag für die Versorgungssicherheit und "sorgen für die Beruhigung der Preise auf dem Gasmarkt unabhängig von der Nutzung, allein durch ihre Existenz".

T.Hancock--TNT

Empfohlen

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Buckelwal in offene Nordsee gebracht - Weiterer Verbleib aber zunächst unklar

Der mehrfach in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist am Samstagmorgen am Skagerrak von seinem Transportkahn in die offene Nordsee gelangt. Von Seiten der privaten Rettungsinitiative hieß es, das Tier sei frei und zunächst zumindest auch in die richtige Richtung geschwommen. Allerdings blieben eine Reihe von Fragen offen, zumal über erhoffte Peilsignale vorerst nichts bekannt wurde.

EU verbietet Blei in gängigen Angelködern

Anglerinnen und Angler in der Europäischen Union dürfen ihre Köder in Zukunft nicht mehr mit Blei beschweren. Vertreter der 27 EU-Länder stimmten in einem Unterausschuss der EU-Kommission dafür, bestimmte Bleiköder in den kommenden Jahren schrittweise zu verbieten, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Grund ist, dass das Schwermetall Tieren und Menschen schaden kann.

Textgröße ändern: