The National Times - COP30-Präsident lobt China für Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel

COP30-Präsident lobt China für Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel


COP30-Präsident lobt China für Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel
COP30-Präsident lobt China für Erfolge im Kampf gegen den Klimawandel / Foto: © AFP

Der Präsident der kommenden UN-Klimakonferenz in Brasilien (COP30) hat Chinas "außerordentliche Erfolge" im Kampf gegen den Klimawandel gelobt. Indem das Land die Preise auf Solaranlagen und Elektroautos senke, unterstütze es die Entwicklungsländer viel stärker, als wenn es nur "symbolische Beträge" bereitstellen würde, "was die Industrieländer wollen", sagte André Correa do Lago am Donnerstag vor Journalisten in Brasília.

Textgröße ändern:

China, der weltweit größte Treibhausgasemittent, verzeichnet seit einigen Jahren bei weitem den höchsten Anstieg beim Ausbau der Erneuerbaren. Nach offiziellen Angaben wurden im Jahr 2024 in der Volksrepublik insgesamt 277 Gigawatt Leistung an Solarenergie und 80 Gigawatt Windkraft neu installiert.

Correa do Lago warf den reichen Industrieländern vor, sich immer mehr aus ihren finanziellen Verpflichtungen im Kampf gegen den weltweiten Klimawandel herauszuziehen. Dies sei mit Blick auf ihre Zusagen im Rahmen des Pariser Klimaabkommens von 2015 "komplett falsch". Länder mit einer "historischen Verantwortung" müssten bei der Klimafinanzierung eine größere Rolle spielen.

Der Diplomat und ehemalige Vertreter Brasiliens bei Klimakonferenzen war am vergangenen Dienstag von Brasiliens Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva zum Präsidenten der kommenden UN-Klimakonferenz ernannt worden, die im November in Belém im brasilianischen Amazonasgebiet stattfindet.

Nur einen Tag vor seiner Ernennung zum COP30-Präsidenten war in den USA Donald Trump ins Weiße Haus zurückgekehrt und hatte als eine seiner ersten Amtshandlungen den Ausstieg seines Landes aus dem Pariser Klimaabkommen erklärt. Laut dem erfahrenen Klimaexperten Correa do Lago wird das einen großen Einfluss auf die Vorbereitungen der anstehenden Klimakonferenz haben.

Das Pariser Abkommen von 2015 ist eine internationale Übereinkunft zur Begrenzung der Erderwärmung auf deutlich unter zwei und möglichst 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter sowie eine Reduzierung der weltweiten Treibhausgasemissionen. Außer den USA - dem weltweit zweitgrößten Treibhausemittenten - ist bislang keiner der rund 200 Unterzeichnerstaaten aus dem Abkommen ausgetreten.

W.Baxter--TNT

Empfohlen

Frankreich mahnt zur weltweiten Reduzierung von Methan-Ausstoß

Frankreich und mehrere weitere Länder haben ein schnelleres Handeln zur Verringerung des weltweiten Methan-Ausstoßes gefordert. Es brauche schnelle Lösungen, sagte die französische Umweltministerin Monique Barbut am Montag in Paris. Frankreich hatte das Treffen im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft einberufen. "Es ist eindeutig: Der Energiesektor bietet die schnellsten und häufig auch die kostengünstigsten Möglichkeiten, den Ausstoß zu reduzieren", betonte Barbut.

Waldbrand bei brandenburgischem Jüterbog breitet sich aus

Der am Freitag ausgebrochene Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe des brandenburgischen Jüterbog hat sich weiter ausgebreitet. "Das Feuer frisst sich nach und nach durch", sagte der Waldbrandschutzbeauftragte des Landes, Raimund Engel, am Sonntag dem Sender RBB. Inzwischen brenne es auf einer Fläche von 113 Hektar.

Buckelwal in offene Nordsee gebracht - Weiterer Verbleib aber zunächst unklar

Der mehrfach in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist am Samstagmorgen am Skagerrak von seinem Transportkahn in die offene Nordsee gelangt. Von Seiten der privaten Rettungsinitiative hieß es, das Tier sei frei und zunächst zumindest auch in die richtige Richtung geschwommen. Allerdings blieben eine Reihe von Fragen offen, zumal über erhoffte Peilsignale vorerst nichts bekannt wurde.

EU verbietet Blei in gängigen Angelködern

Anglerinnen und Angler in der Europäischen Union dürfen ihre Köder in Zukunft nicht mehr mit Blei beschweren. Vertreter der 27 EU-Länder stimmten in einem Unterausschuss der EU-Kommission dafür, bestimmte Bleiköder in den kommenden Jahren schrittweise zu verbieten, wie aus am Donnerstag veröffentlichten Dokumenten hervorgeht. Grund ist, dass das Schwermetall Tieren und Menschen schaden kann.

Textgröße ändern: