The National Times - UNO: Weltweite Dürren verursachen Kosten von gut 300 Milliarden Dollar pro Jahr

UNO: Weltweite Dürren verursachen Kosten von gut 300 Milliarden Dollar pro Jahr


UNO: Weltweite Dürren verursachen Kosten von gut 300 Milliarden Dollar pro Jahr
UNO: Weltweite Dürren verursachen Kosten von gut 300 Milliarden Dollar pro Jahr / Foto: © AFP/Archiv

Die UNO hat vor den weltweiten wirtschaftlichen und sozialen Folgen extremer Dürre und Trockenheit gewarnt. Im Jahr 2050 seien vermutlich 75 Prozent der Weltbevölkerung von Dürren betroffen, hieß es in einem am Dienstag anlässlich der internationalen Konferenz zur Wüstenbildung veröffentlichten UN-Bericht. Schon jetzt entstünden dadurch Kosten von mehr als 307 Milliarden Dollar (292 Milliarden Euro) jährlich.

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Die UN-Experten riefen zu Investitionen in "naturbasierte Lösungen" auf und nannten als Beispiele "Wiederaufforstung" oder "Weidemanagement". Die wirtschaftlichen Kosten von Dürren gingen "über die unmittelbaren landwirtschaftlichen Verluste hinaus" und beträfen auch das Bruttoinlandsprodukt, hieß es in dem UN-Bericht. Weitere Folgen seien "Hunger, Arbeitslosigkeit und Migration".

Die UN-Konferenz zur Wüstenbildung war am Montag in Saudi-Arabien eröffnet worden. UN-Generalsekretär António Guterres bezeichnete das Treffen als "entscheidenden Moment" zum Schutz und der Wiederherstellung von Flächen und als Reaktion auf weltweite Dürren. Tausende Delegierte, darunter fast 100 Minister, werden bis zum 13. Dezember in Saudi-Arabiens Hauptstadt Riad erwartet.

Dürren werden durch den vom Menschen verursachten Klimawandel verschärft. Längere und härtere Trockenperioden können dazu beitragen, dass fruchtbare Böden allmählich austrocknen. Abgesehen von den unmittelbaren Folgen für die Menschen können Dürren auch Auswirkungen auf die Energieerzeugung, den Welthandel und Branchen wie die Schifffahrt haben.

2024, das voraussichtlich das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen sein wird, war von mehreren verheerenden Dürren im Mittelmeerraum, in Ecuador, Brasilien, Marokko, Malawi und Namibia gekennzeichnet. Sie lösten Brände, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit aus.

D.S.Robertson--TNT

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