The National Times - Vorbereitung von UN-Klimakonferenz: Kein Durchbruch bei Knackpunkt Klimafinanzierung

Vorbereitung von UN-Klimakonferenz: Kein Durchbruch bei Knackpunkt Klimafinanzierung


Vorbereitung von UN-Klimakonferenz: Kein Durchbruch bei Knackpunkt Klimafinanzierung
Vorbereitung von UN-Klimakonferenz: Kein Durchbruch bei Knackpunkt Klimafinanzierung / Foto: © AFP/Archiv

Einen Monat vor der UN-Klimakonferenz in Aserbaidschan (COP29) hat ein Vorbereitungstreffen keinen Durchbruch bei dem entscheidenden Thema Klimahilfen für die Entwicklungsländer gebracht. Wie Teilnehmer der zweitägigen Verhandlungen in Aserbaidschans Hauptstadt Baku der Nachrichtenagentur AFP am Freitag sagten, gab es in den Punkten, welche die Verhandlungen bereits seit Monaten lähmen, keinerlei Fortschritte.

Textgröße ändern:

"Trotz ein paar hoffnungsvoller Äußerungen über eine Annäherung, sind die Positionen der Staaten weiterhin ziemlich weit voneinander entfernt", sagte etwa der Mitbegründer und Leiter der Klima- und Entwicklungs-Denkfabrik Imal, Iskander Erzini Vernoit.

Die COP29 findet vom 11. bis 22. November in Baku statt. Dabei soll ein neues Klimafinanzierungsziel für die Zeit nach 2025 festgelegt werden.

2009 hatten reiche Industrieländer zugesagt, bis spätestens 2020 den Entwicklungsländern im Kampf gegen den Klimawandel jährlich 100 Milliarden Dollar (91,43 Milliarden Euro) an staatlichen Mitteln und privatwirtschaftlichen Investitionen zur Verfügung zu stellen. Angesichts der fortschreitenden Erderwärmung reicht diese Summe Experten zufolge aber bei Weitem nicht mehr aus. UN-Schätzungen zufolge werden bis 2030 etwa 2,4 Billionen Dollar jährlich für die erforderliche Transformation in Entwicklungs- und Schwellenändern benötigt.

Die Industriestaaten haben sich immer noch nicht geäußert, wie viel sie künftig zu geben bereit sind. "Es ist ungeheuerlich, dass nur ein paar Wochen vor der COP29 die entwickelten Länder immer noch nicht gesagt haben, wie viel Geld sie für das neue Finanzierungsziel bereitstellen wollen", sagte Mariana Paoli von der Entwicklungsorganisation Christian Aid.

Ein weiterer Streitpunkt bei den Verhandlungen ist, dass internationale Klimahilfen bislang überwiegend in Form von Darlehen ausgezahlt werden. Entwicklungsländer beklagen, dass dadurch ihre Verschuldung weiter zunimmt. Außerdem fordern sie, dass in der neuen Vereinbarung auch der Bereich "loss and damage" berücksichtigt wird. Die Klimahilfen sollen also nicht mehr nur für Klimaschutzmaßnahmen und die Vorbeugung klimabedingter Schäden fließen, sondern auch für die Bewältigung bereits eintretender klimabedingter Schäden und Verluste.

Rebecca Thiessen vom Klima-Bündnis CAN sagte, es sei "positiv", dass Industriestaaten bei den Vorverhandlungen in Baku über eine Summe im Billionen- und nicht mehr im Milliarden-Bereich gesprochen hätten. "Der Umfang des Bedarfs wurde anerkannt, aber es wurden keine Zahlen auf den Tisch gelegt", kritisierte Thiessen.

C.Blake--TNT

Empfohlen

Waldbrände in Frankreich und Spanien zwingen Zehntausende zur Flucht

Die Waldbrände in Frankreich und Spanien haben am Freitag immer größere Gebiete erfasst und Zehntausende Menschen zur Flucht gezwungen. Nach Angaben von Innenminister Laurent Nuñez wurden im Südwesten Frankreichs seit Mittwoch rund 110.000 Menschen evakuiert, insbesondere in der Region um Bordeaux spitzte sich die Lage dramatisch zu. In Spanien wurden laut Innenministerium alleine im Raum Madrid 63.000 Menschen zur Evakuierung oder zum Verbleib in Gebäuden aufgefordert. Den Behörden zufolge war das Feuer dort "nicht zu löschen".

In Ostsee herumschwimmender Buckelwal nun in Flensburger gesichtet

Ein Buckelwal schwimmt weiterhin vor der deutschen Ostseeküste herum. Nach der Sichtung eines Wales vor einigen Tagen in der Kieler Börde tauchte nun vermutlich dasselbe Tier am Freitagmorgen in der Flensburger Börde auf, wie das Umweltministerium von Schleswig-Holstein in Kiel mitteilte. Der Buckelwal schwamm demnach "zunächst in Richtung Innenstadt, kehrte dann aber um".

Geldmangel in Tierheimen: Tierschutzbund kritisiert Bundesregierung

Angesichts des Geldmangels in vielen Tierheimen hat der Deutsche Tierschutzbund eine fehlende Unterstützung der Bundesregierung angeprangert. "Die Politik muss endlich dafür sorgen, dass Tierheime ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen können", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Immer mehr Tiere brauchen Hilfe, gleichzeitig sind die Kosten für Personal, Energie und tierärztliche Versorgung immens gestiegen."

EU-Lebensmittelaufsicht senkt Grenzwert für Ewigkeitschemikalie TFA deutlich ab

Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hat den Grenzwert für die tägliche Aufnahme der Ewigkeitschemikalie TFA (Trifluoressigsäure) deutlich abgesenkt. Neue Studien hätten ergeben, dass TFA ein für den Stoffwechsel wichtiges Hormon beeinflusst, erklärte die Behörde mit Sitz in Mailand am Mittwoch. TFA gelangt vor allem über den Pestizideinsatz in Grundwasser, Böden und Ackerpflanzen und auf diesem Weg in den menschlichen Körper.

Textgröße ändern: